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Die Ernährung ist das Fundament Ihrer (Rücken)Gesundheit

VonBirgit Terletzki

Die Ernährung ist das Fundament Ihrer (Rücken)Gesundheit

Der größte Hebel zur Verbesserung Ihrer (Rücken)Gesundheit steht Ihnen mit der Optimierung Ihrer Ernährungsgewohnheiten zur Verfügung.

Jede Sekunde unseres Lebens werden Zellen abgebaut und durch neue Zellen ersetzt. Diese können aber nur durch Stoffe gebildet werden, die wir durch Nahrung, Flüssigkeit und der Luft, die wir einatmen, zu uns nehmen. Es gibt nur den Weg der Nahrung, um das Gewebe und die Zellen in unserem Körper zu erneuern.

Ein weiterer Punkt, welcher hier beachtet werden sollte, ist die Homöostase. Die Homöostase des Körpers dient der Aufrechterhaltung des Gleichgewichtes unseres Säure-Basen-Haushaltes, gemessen am pH-Wert (7,35 bis 7,4) des Blutes. Dieser muss konstant gehalten werden, was durch ein ausgeklügeltes Puffersystem ermöglicht wird.

Sinkt also der pH-Wert, durch die Zufuhr von säurehaltiger Nahrung in den sauren Bereich ab, so muss das Puffersystem herhalten. Nun werden Mineralstoffe aus Gewebe, Knochen und Zähne gezogen, um den Säure-Basen-Haushalt wieder zu stabilisieren.

Gleichzeitig werden überschüssige Säuren in das Bindegewebe (Faszien) abgeschoben, in der Hoffnung, dass der Körper es schafft, diese nachts wieder in den Blutkreislauf zu schubsen, damit sie über unsere Ausscheidungsorgane abtransportiert werden können.

Ist dies nicht mehr gegeben, weil der Körper über Jahre hinweg mit Säuren geflutet wird und die Puffersysteme an ihre Grenzen kommen und diese nicht mehr ausgleichen können, dann häufen sich die Säuren im Gewebe an, dieses verhärtet sich und kann so seinen Aufgaben der Nährstoffversorgung und Schadstoffentsorgung nicht mehr
nachkommen.

Das heißt also, alle Abfallendprodukte aus der Nahrung, abgestorbene Zellen und Gewebe aber auch Toxine aus der Umwelt sowie Gifte, die Bakterien und Parasiten in unseren Körper ausscheiden, können nicht mehr abtransportiert werden. Diese sammeln sich so in unseren Körper an, lagern sich überall ab und Geschwüre, Wucherungen und regionale Entzündungsherde entstehen. Aufgrund dieser Mangel-und Unterernährung der Zellen, aber auch des Sauerstoffmangels und der Selbstvergiftung reagiert der Körper nun mit den unterschiedlichsten Krankheitssymptomen wie Migräne, Rückenschmerzen, Sodbrennen, Augenleiden, Abgeschlagenheit, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu Krebs reagiert.

Des Weiteren nimmt die Schmerzempfindlichkeit zu, da die Rezeptoren im verschlackten  Bindegewebe Schmerz signalisieren, dies löst Stress aus und Stress führt zur Muskelanspannung.

Was bewirkt unser westlicher Ernährungsstil in unserem Körper?

Unsere westlichen Ernährungsgewohnheiten bestehen zum überwiegenden Teil aus
Kohlenhydraten, Zucker und tierischem Eiweiß.

Was bewirken diese in unserem Körper?

1. Konzentrierte Kohlenhydrate wie Brot, Nudeln, Kekse & Co bestehen aus Stärke.

Das Stärkemolekül ist nicht wasserlöslich. Es kann also auch durch reichlich Trinken nicht so ohne weiteres aus dem Körper ausgeschieden werden, verwerten können es unsere Zellen und das Gewebe aber auch nicht. Das heißt im Umkehrschluss, dass sich diese kleinen Moleküle an unseren Zellwänden absetzen – wie der Gips an
unseren Wänden.

Wenn wir dann täglich Kohlenhydrate zu uns nehmen, potenzieren sich die Stärkemoleküle in unseren Körper, es kommt zu Verstopfungen und es lagert sich an den Wänden der Zellen und Knochen ab.

Bildlich kann man sich das in etwa so vorstellen:

Sie nehmen etwas Mehl und Wasser und möchten in einer Schüssel einen Teig für Ihr Brot herstellen. Nachdem Sie nun den Teig in der Schüssel eine Weile stehen gelassen haben, sehen Sie, dass sich an den Wänden der Schüssel
Teilablagerungen gebildet haben. Lassen Sie etwas Wasser darüber laufen, löst sich nur ein winziger Bruchteil davon. Verwenden Sie diese Schüssel mit den kleine Resten vom Vortrag am kommenden Tag wieder um Teig herzustellen und am 3. und 4. Tag ebenso, werden Sie feststellen, dass sich die Teigschicht am Rand der
Schüssel immer mehr aufbaut und richtig hart wird. Das ist bildlich gesehen das, was Sie an den Zellwänden dann vorfinden. An den Oberflächen siedeln sich nun Bakterien an, denn der Körper will es ja weghaben. Die Bakterien setzen nun aber einen Prozess in Gang, der Eiter entstehen lässt. Das sehen Sie an den entzündeten Pickeln auf der Haut. Doch das was man auf der Haut sieht, passiert natürlich auch im Körper ungesehen von uns. Und somit entsteht ein weiterer Entzündungsherd.

2. Wir wissen, dass jede Zelle Energie produzieren muss.

Auch wird uns seit Jahren suggeriert, dass man diese nur durch konzentrierte Kohlenhydrate erhält.

Die aufgenommenen Kohlenhydrate zirkulieren also im menschlichen Organismus, die Zellen möchten diese aufnehmen, ist aber für die Glukose undurchlässig. Also wird vom Körper Insulin abgesondert, welches die Zelle für die Glukose öffnet. Der Zucker strömt nun in die Zelle, wird verstoffwechselt und Energie entsteht.

Allerdings hat das Insulin auch eine unerwünschte Wirkung. Es aktiviert ein bestimmtes Signalmolekül, welches Entzündungen sowie Tumorwachstum begünstigt.

Was bewirkt tierisches Eiweiß in unserem Körper?

Ganz oben auf der Liste der entzündungsfördernden Lebensmittel steht das tierische Eiweiß.

Dafür für verantwortlich ist die in tierischen Nahrungsmitteln vorhandene Arachidonsäure – eine Fettsäure, die den Körper anregt, entzündungsfördernde Botenstoffe zu produzieren.

Gleichzeitig entsteht durch den hohen Anteil schwefelhaltiger Aminosäuren eine Übersäuerung in den Geweben. Wir wissen jedoch, dass sobald der Körper von Säuren geflutet wird, er diese mit basischen Mineralstoffen ausgleichen muss, um sein Säure-Basen-Haushalt wieder herstellen zu können. Dabei geht er an die basischen Reserven heran, die er aus Gewebe Knochen und Zähnen zieht.

Außerdem enthält tierisches Eiweiß einen sehr viel höheren Anteil an den entzündungsfördernden
Omega 6 – Fettsäuren als pflanzliche Nahrung. Diese Fettsäuren sind für den Körper für die Blutgerinnung und die Wundheilung recht sinnvoll. Doch leider ist das Verhältnis zu den Omega 3 – Fettsäuren, welche den entzündungshemmenden Gegenpol bilden außer Kontrolle geraten. Das ideale Verhältnis von Omega 6 zu Omega
3, welches als entzündungsneutral betrachtet wird, liegt bei 1:3. Das durchschnittliche Verhältnis heute liegt bei der deutschen Bevölkerung bei 15:1.

Was bewirkt Zucker in unserem Körper?

Nehmen wir raffinierten Zucker zu uns, fängt dieser in unserem Körper an zu gären und führt zur Bildung von Essigsäure, Kohlensäure und Alkohol.

Essigsäure ist jedoch eine ätzende Flüssigkeit. Der entstehende Alkohol verwandelt sich im Körper zu einem Lösungsmittel für Substanzen, die nur in Alkohol löslich sind. Zudem neigt er dazu, das Nierengewebe langsam und stetig zu zerstören und greift Nerven die in enger Verbindung zum Gehirn stehen an.

Weiterhin hat Zucker eine äußerst schädliche Wirkung auf unsere Bauchspeicheldrüse, auf die Zähne und er macht das Bindegewebe spröde, brüchig, reißanfällig und starr.

Ein regelmäßiger Zuckerkonsum hat ähnliche Auswirkungen wie die Einnahme von Drogen. Denn er stimuliert das gleiche Suchtareal im Gehirn und bei Entzug entstehen ähnliche Entzugserscheinungen wie bei einem klassischen Drogenentzug.

Lebensmittel, die  entzündungshemmend wirken

  • alle Gemüsesorten
  • Salate aller Art, insbesondere die mit einem hohen Bitterstoffanteil (Chicorée, Radicchio, Löwenzahn)
  • Frisches Blattgrün in Form von grünen Smoothies und frisch gepressten Säften
  • Sprossen aller Art
  • Wildkräuter aller Art
  • Kräuter wie zum Beispiel Rosmarin, Thymian, Basilikum, Petersilie, Schnittlauch
  • Früchte wie zum Beispiel Ananas, Mango, Papaya, glaube Weintrauben, Äpfel Zitronen
  • Nüsse (außer Erdnüsse!) in Maßen
  • Samen aller Art (Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Besamen, Hanfsamen, Mohn)
  • gesunde Fette aus Avocados, Hanföl, kaltgepresstes und gekühltes Leinöl
  • Brennnessel
  • tierische Nahrungsmittel in Form von Hering oder Matjes (nur wenn Sie nicht darauf
    verzichten können)

Statt Kaffee zu trinken, könnten Sie diesen durch Kräutertees, grünen Tee, Ingwertee und reinem Wasser ersetzen.
Statt raffinierten Zucker zu verwenden, ersetzen Sie diesen durch Stevia oder Trockenfrüchten (Bsp. Datteln). Auch Honig in Maßen ist eine Alternative.

Beziehen Sie die Lebensmittel vorrangig aus kontrolliert biologischem Anbau.

Je frischer und je weniger verarbeitet sie sind, umso gesundheitsfördernder sind sie.

So können Sie einfach beginnen:

Suchen Sie sich eine Tag in der Woche heraus, an welchem Ihnen das Beginnen leicht fällt. Freuen Sie sich darauf.
Wenn zum Beispiel Ihr bisheriges Frühstück aus dem klassischen Marmeladenbrötchen und einem Schinkenbrötchen besteht, dann könnten Sie doch mal folgendes probieren:

  • 1 Banane klein schneiden,
  • 1 Apfel klein schneiden und mit etwas frischem Zitronensaft beträufeln
  • 1 Esslöffel gemahlenen Leinsamen und 1 Esslöffel gemahlenen Sesam darüber streuen.

Essen Sie langsam und bewusst. Lesen Sie keine Zeitung dabei, schauen Sie nicht aufs
Handy sondern konzentrieren Sie sich ganz bewusst auf Ihr leckeres Frühstück und
genießen Sie jeden einzelnen Bissen davon.

Zum Abendessen könnten Sie sich zum Beispiel einen Kohlrabi, eine halbe Gurke kleinschneiden und ein paar kleine Tomaten aufschneiden.

Dazu entkernen Sie eine reife Avocado, befreien diese von der Schale, zerdrücken Sie leicht auf Ihrem Teller und
tröpfeln ein paar Spritzer frischen Zitronensaft darüber. Das ist schnell zubereitet, Sie versorgen Ihren Körper mit baselastiger und natürlicher Nahrung und geben zudem noch wertvolle Fettsäuren hinzu.

Fazit:

Die Ernährung ist das Fundament Ihrer Gesundheit, Beweglichkeit und (Rücken)Fitness bzw. Auslöser von Krankheiten.

Durch eine säureüberschüssige Ernährung versucht der Körper über seine Puffersysteme mit basischen Mineralstoffen gegenzusteuern. Wenn diese erschöpft sind, entstehen Krankheiten.

Um Krankheiten vorzubeugen und gesunden zu können, ist neben ausreichend Bewegung, genügend Regenerationsphasen aber auch der Minimierung stress- und krankheitsfördernder äußerer Faktoren, eine natürliche basenüberschüssige Ernährung sehr zu empfehlen.

Im Idealfall essen Sie 80 % basenlastig mit einem mindestens 50 %igen Rohkostanteil.

Jetzt gleich dran bleiben; besuchen Sie das Webinar bzw. schauen Sie sich das Video an. In diesem Webinar geht Birgit Terletzki auf die vier Wege zu mehr Gesundheit ein.

Positiver Umgang mit Stress – 4 Wege zu mehr Gesundheit – Webinare für Sekretärinnen

Über den Autor

Birgit Terletzki editor

Viele meiner Lebenswege und Erfahrungen haben mich, meist unwissend oft aber auch bewusst zu dem geführt, was ich heute tue. Ich sehe mich heute als ganzheitlich agierende Wegbegleiterin, welche Unternehmen dabei unterstützt, in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu investieren. Das bedeutet für Sie als Unternehmen, dass Sie weniger Krankenstände verzeichnen und wettbewerbsfähiger sind.

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