Unsere Dozentin gibt dafür eine klare Faustregel mit: Ein gut verständlicher Satz braucht nicht mehr als 18 Wörter. Das lässt sich direkt an einer typischen Büromail ausprobieren.
„Bitte senden Sie uns die überarbeitete Übersicht, die wir für die Vorbereitung unserer nächsten Sitzung benötigen, bis Donnerstag zu, damit wir die Unterlagen am Freitag vollständig an alle Teilnehmenden weiterleiten können.“
Oder aufgeteilt:
„Bitte senden Sie uns die überarbeitete Übersicht bis Donnerstag zu. Wir benötigen sie zur Vorbereitung unserer nächsten Sitzung. Am Freitag möchten wir alle Unterlagen vollständig an die Teilnehmenden weiterleiten.“
Die Informationen bleiben gleich. In der zweiten Variante bekommt jeder Gedanke einen eigenen Satz. Welche Fassung lässt sich für Sie beim ersten Lesen leichter erfassen?
Natürlich ist die Wortzahl allein noch kein Verständlichkeitstest. Auch ein kurzer Satz kann voller Fachbegriffe stecken oder eine entscheidende Information verschweigen. Die 18 Wörter sind deshalb eine Orientierung, mit der sich die eigene Schreibpraxis prüfen lässt.
Mich interessiert Ihre Erfahrung: Achten Sie beim Schreiben bewusst auf die Satzlänge? Oder merken Sie erst beim Gegenlesen, dass sich drei Gedanken in einen Satz gedrängelt haben? Und wann behalten Sie einen längeren Satz ganz bewusst?
Wenn Sie mögen, prüfen Sie einmal eine Ihrer letzten E-Mails. Finden Sie einen Satz, den Sie teilen würden? Ein anonymisiertes Beispiel ist hier ebenfalls willkommen.
Wer weitere Schreibgewohnheiten unter die Lupe nehmen möchte, findet bei uns den kostenlosen Video-Kurs „20 Fragen zum Sprachenwandel im Sekretariat“. Mit Ihrer Anmeldung abonnieren Sie zugleich unseren Sekretärinnenbrief mit praktischen Impulsen für den Büroalltag. Hier können Sie sich anmelden: https://sekretaerinnen-verband.de/sprachenwandel-im-sekretariat-anmelden/