„Ich sende Ihnen die Unterlagen morgen.“
Oder:
„Sie erhalten die Unterlagen morgen.“
Gleiche Information. Aber klingt es für Sie auch gleich?
Spannend wird es in längeren E-Mails:
„Ich habe Ihre Anfrage geprüft.“
„Ich schicke Ihnen die Übersicht.“
„Ich bitte Sie um Rückmeldung.“
„Ich freue mich auf Ihre Antwort.“
Vier Sätze – viermal steht die schreibende Person im Mittelpunkt.
Das muss nicht falsch sein. Ein „Ich“ kann persönlich, freundlich und eindeutig wirken. Gleichzeitig lohnt sich die Frage, wie sich ein Text verändert, wenn wir die Perspektive der Empfängerin stärker berücksichtigen.
„Sie erhalten die Übersicht morgen.“
„Bitte geben Sie uns bis Freitag kurz Rückmeldung.“
Lesen Sie die Varianten einmal laut.
Mich interessiert tatsächlich Ihre Einschätzung:
Schreiben Sie Geschäftsmails eher im Ich-Stil oder achten Sie bewusst auf den Sie-Stil?
Und gibt es Formulierungen, bei denen Sie das „Ich“ ganz bewusst behalten?
Diese Frage gehört zu unseren 20 Fragen zum Sprachenwandel im Sekretariat. Wer die eigene Schreibpraxis auch bei den übrigen Fragen einmal prüfen will, findet unseren kostenlosen Video-Kurs hier:


