Mehr Steuerung als Ablage

Manchmal sitzen Sie im Meeting, machen das Protokoll – und wissen schon jetzt, was später schiefgehen wird.

Der Chef diskutiert.
Die Fachabteilung argumentiert.
Alle reden durcheinander.

Und Sie?

Sie sehen bereits, welche Information fehlt, welcher Termin kollidiert und welche Entscheidung später wieder zurückgedreht wird.
Viele Sekretärinnen kennen diesen Moment.

Sie organisieren den Kalender, strukturieren die Agenda, halten Fristen im Blick und verhindern Konflikte, bevor sie entstehen. Ohne diese Arbeit würde mancher Arbeitstag im Unternehmen schneller entgleisen, als den Beteiligten lieb ist.
Nur steht davon selten etwas im Organigramm.
Dort liest man: „Sekretariat“.

Ein Begriff, der nach Ablage klingt, nach Telefon, nach Posteingang.
Nicht nach Steuerung, Übersicht und Verantwortung.

Dabei ist die Realität eine andere.
Wer Termine koordiniert, Informationen bündelt und Entscheidungen dokumentiert, arbeitet mitten im Nervensystem eines Unternehmens.

Viele Sekretärinnen wissen das längst.
Sie spüren täglich, wie viel Überblick, Fingerspitzengefühl und Erfahrung notwendig sind, damit ein Büro wirklich funktioniert.

Trotzdem bleiben viele von ihnen bewusst im Hintergrund.
Nicht aus Unsicherheit. Sondern weil man gelernt hat, dass Zurückhaltung zum Berufsbild gehört.
Ich sehe das anders.

Eine gute Sekretärin ist keine stille Hintergrundfigur.

Sie ist diejenige, die Ordnung ins Chaos bringt, Strukturen schafft und dafür sorgt, dass andere überhaupt arbeiten können.
Und ganz ehrlich:
Ohne diese Arbeit würde in vielen Chefetagen deutlich weniger entschieden werden.

Hand aufs Herz:
Wie oft haben Sie in Meetings schon vorher gewusst, dass etwas schiefgeht – und nichts gesagt?

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