Wenn Sie an eine Weiterbildung denken, was erwarten Sie zuerst? Fachinput, neue Impulse, vielleicht konkrete Methoden für den Alltag. Genau das wurde auch auf der Fachtagung in Chemnitz geboten: Themen wie Künstliche Intelligenz im Büro oder die Auffrischung der Rechtschreibung standen auf der Agenda und wurden praxisnah vermittelt.
Und dennoch zeigt ein Blick auf die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen ein anderes Bild. Die Inhalte werden geschätzt, ohne Frage. Aber sie sind nicht das, was am stärksten nachwirkt. Was immer wieder genannt wird, ist etwas, das im klassischen Seminarprogramm oft nur als „Rahmen“ verstanden wird – der Austausch untereinander.
Eine Teilnehmerin formuliert es treffend:
„Die Gespräche mit den anderen Teilnehmerinnen sind immer interessant.“
Eine andere ergänzt:
„Besonders ist immer das Treffen mit Gleichgesinnten aus anderen Branchen.“
Diese Aussagen sind kein Zufall. Sie verweisen auf ein Bedürfnis, das im Arbeitsalltag häufig zu kurz kommt: die Möglichkeit, die eigene Arbeit im Vergleich zu anderen einzuordnen. Denn erst im Austausch wird sichtbar, ob ein Problem individuell ist – oder strukturell.

