Netzwerk ist kein Talent, es ist Training!

„Netzwerken bringt doch nichts.“

„Dafür habe ich keine Zeit.“

„Ich bin nicht der Typ dafür.“

„Das ist doch nur oberflächliches Smalltalk-Theater.“

Solche Aussagen hört man oft, wenn es um berufliches Netzwerken geht. Gerade im Sekretariat oder Office-Management entsteht schnell der Eindruck, Netzwerken sei etwas für Vertrieb, Führungskräfte oder Influencer.

Dabei zeigt der Büroalltag häufig das Gegenteil.

Wer gut vernetzt ist, bekommt Informationen früher.

Wer sichtbar ist, wird eher empfohlen.

Wer Kontakte pflegt, findet schneller Lösungen.

Und oft entscheidet genau das über Entlastung oder Dauerstress im Arbeitsalltag. Die Zielgruppenanalyse des Projekts beschreibt fehlende Wertschätzung, Informationschaos und Rollenunklarheit ausdrücklich als zentrale Belastungen im Büroalltag.

Das Gegenargument „Ich habe keine Zeit zum Netzwerken“ enthält zudem häufig ein falsches Dilemma: entweder arbeiten oder netzwerken. Genau diese Verkürzung beschreibt die Projektdatei zu logischen Fehlformen als typische Denkfalle.

Denn Netzwerken bedeutet nicht automatisch Abendveranstaltungen oder stundenlange LinkedIn-Diskussionen.

Netzwerken beginnt oft viel kleiner:

– eine hilfreiche Rückmeldung geben

– einen Kontakt weiterempfehlen

– nach einer Veranstaltung kurz im Austausch bleiben

– in Fachgruppen sichtbar werden

– Erfahrungen teilen

Viele unterschätzen außerdem, dass gute Netzwerke im Sekretariat selten auf Selbstdarstellung beruhen. Sie entstehen häufig aus Verlässlichkeit, Fachlichkeit und gegenseitiger Unterstützung.

Gerade Assistenzen arbeiten täglich an Schnittstellen zwischen Menschen, Informationen und Prozessen. Genau dadurch besitzen sie oft bessere Voraussetzungen für starke Netzwerke, als sie selbst glauben.

Auch das Argument „Netzwerken ist oberflächlich“ greift häufig zu kurz.

Oberflächlich wirkt Netzwerken meist dann, wenn Kontakte nur gesammelt, aber nicht gepflegt werden. Tragfähige berufliche Netzwerke entstehen dagegen über gemeinsamen Austausch, gegenseitige Hilfe und langfristige Sichtbarkeit.

Deshalb werden Fachtagungen, Seminare oder Fachgruppen für viele Office-Professionals zu einem Wendepunkt. Nicht wegen Visitenkarten. Sondern weil dort Menschen aufeinandertreffen, die ähnliche Herausforderungen kennen.

Und genau daraus entstehen oft die wertvollsten beruflichen Kontakte.

Bei welchem Scheinargument haben Sie sich selbst ertappt?

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