Angebote einholen & Preise clever vergleichen: So entscheiden Sie wie Profis
💡 Wichtige Kriterien für den Einkauf: Preis, Qualität, Lieferzeit, Service
Montag, 8:43 Uhr: Drei Angebote, null Klarheit
Der Kaffee ist noch heiß, der Posteingang schon überfüllt. Auf Ihrem Bildschirm blinken drei Angebote für dieselben Bürostühle: eines spottbillig, eines „solide“, eines vom Lieblingslieferanten. Die Chefin fragt: „Welche Bestellung geben wir frei? Heute wäre gut.“ Willkommen im echten Einkauf. Wer jetzt nur auf den Preis schaut, verschenkt Geld. Wer alles auf einmal möchte, verzettelt sich. Und wer clever vergleicht, spart heute Budget, morgen Zeit – und baut still und leise ein Renommee als coole Sekretärin, die nicht nur organisiert, sondern wirtschaftlich denkt. Genau darum geht es hier: Wie Sie Angebote strukturiert einholen, Zahlen entzaubern und Entscheidungen wasserdicht begründen.
Der 4K-Einkaufsrahmen
Vier Kriterien entscheiden fast immer: Preis, Qualität, Lieferzeit, Service. Klingt banal? In der Praxis sind diese vier Dimensionen Ihr Navigationssystem. Wer sie sauber trennt, kann sie bewusst gewichten und später transparent argumentieren – gegenüber Chef, Controlling und den Kolleginnen, die „nur schnell was brauchen“.
Preis – mehr als Zahlen hinter dem Eurozeichen
Preis ist nie „nur“ der Listenbetrag. Entscheidend ist die Total Cost of Ownership (TCO): Einkaufspreis plus Versand, Einrichtung, Verbrauch, Wartung, Rücksendungen, Ausfallzeiten. Wer TCO rechnet, sieht plötzlich, wie „billig“ teuer wird. Fragen Sie sich:
Welche Rabatte gelten ab welcher Menge?
Gibt es Skonto (2–3 % sind üblich) und lohnt sich das effektiv?
Fallen Folgekosten an (Patronen, Lizenzen, Serviceeinsätze)?
Rechenbeispiel Skonto & effektiver Jahreszins
Rechnung: 5.000 € netto, 2 % Skonto bei Zahlung in 10 Tagen, sonst 30 Tage netto. Skontoersparnis = 100 €. Für 20 Tage „früher zahlen“ sparen Sie 100 €. Der effektive Jahreszins dieser Skonto-Nutzung: 100 € / 4.900 € × (360/20) ≈ 36,7 % p. a. Heißt: Wer Skonto konsequent zieht, erwirtschaftet „Renditen“, von denen Tagesgeld nur träumt.
Qualität – die stillen Kosten schlechter Ware
Was nützen 15 € Preisvorteil, wenn das Papier staubt, der Drucker streikt und Sie jede zweite Rolle zurücksenden? Qualität ist messbar: Spezifikationen (z. B. DIN 6738 für Alterungsbeständigkeit), Muster (Testauftrag!), Zertifikate (ISO 9001, Umweltlabels). Sprechen Sie Klartext: „Wir brauchen 80 g/m², staubarm, doppelseitig störungsfrei, für 120.000 Drucke/Jahr.“
QS-Mini-Checkliste (für Ihren Schreibtisch)
Erfüllt das Produkt die Spezifikation?
Muster getestet und dokumentiert?
Rücksendequote/Langlebigkeit bekannt?
Garantie/Kulanz schriftlich fixiert?
Referenzen aus Ihrer Branche vorhanden?
Lieferzeit – die unsichtbare Währung „Zuverlässigkeit“
Lieferzeit ist mehr als ein Datum. Entscheidend sind OTIF-Werte (On-Time-In-Full), Pufferplanung und Service Level Agreements (SLA). Wer heute pünktlich liefert, aber beim nächsten Engpass zehn Tage verspätet ist, kostet Sie Nerven und Geld. Verlangen Sie verbindliche Zusagen, definieren Sie Puffer und halten Sie eine Plan-B-Quelle vor – gerade für Verbrauchsmaterial.
Notfall-Plan B
Halten Sie einen Zweitlieferanten mit vorverhandelten Konditionen bereit. Legen Sie Mindestbestände fest (z. B. „bei 20 % Restbestand automatische Nachbestellung“). So werden Lieferausfälle zur Randnotiz – nicht zur Tageskrise.
Service – das After-Sales-Rückgrat
Service entscheidet, wie schnell ein Problem wieder aus der Welt ist. Reaktionszeit, Kulanz, Austausch im Fehlerfall, fester Ansprechpartner, Rücksendeprozess – all das gehört auf die Agenda. Bitten Sie um Service-Metriken: „Wie schnell tauschen Sie defekte Ware aus? Welche Hotlinezeiten gelten? Bieten Sie proaktive Lieferavis an?“ Gute Lieferanten liefern nicht nur Produkte, sondern Entlastung.
Angebote einholen – so geht’s in 7 Schritten
Wollen Sie Vergleichbarkeit? Dann brauchen Sie gleiche Daten für alle Anbieter. So entsteht Fairness – und Ihre spätere Entscheidung steht wie ein Fels.
Bedarf präzisieren: Menge, Spezifikation, Ziel.
Pflichtangaben definieren: Preis je Einheit, Versand, Lieferzeit, Zahlungsbedingungen, Skonto, Service.
Frist setzen: z. B. fünf Arbeitstage.
RFQ-Vorlage (Request for Quotation) versenden.
Rückfragen bündeln und an alle transparent beantworten.
wir bitten um ein verbindliches Angebot bis TT.MM. mit folgenden Angaben: 1) Preis je 500-Blatt-Pack, Staffel ab 100/250/500 2) Lieferzeit (Tage) und OTIF-Quote 3) Versandkosten bzw. frei Haus ab welchem Warenwert 4) Zahlungsziel und Skonto 5) Musterlieferung (2 Packungen) 6) Service (Austausch defekter Ware, Reaktionszeit, fester Ansprechpartner)
Bitte nutzen Sie das beigefügte Formular, damit wir Angebote vergleichbar bewerten können. Vielen Dank! Mit freundlichen Grüßen
Vergleichsmatrix & Punktesystem
Transparenz schlägt Bauchgefühl. Legen Sie eine Gewichtung fest: z. B. Preis 40 %, Qualität 30 %, Lieferzeit 20 %, Service 10 %. Bewerten Sie jeden Anbieter auf einer Skala (1–10), multiplizieren Sie mit der Gewichtung – fertig ist der Score.
Beispiel-Matrix (Auszug)
Kriterium
Gewicht
Anbieter A
Anbieter B
Anbieter C
Preis (TCO)
40 %
8 → 3,2
9 → 3,6
7 → 2,8
Qualität (Muster/Quote)
30 %
9 → 2,7
7 → 2,1
8 → 2,4
Lieferzeit/OTIF
20 %
7 → 1,4
9 → 1,8
6 → 1,2
Service
10 %
6 → 0,6
8 → 0,8
7 → 0,7
Gesamt-Score
100 %
7,9
8,3
7,1
TCO-Minirechnung (Preis + Nebenkosten)
Komponente
A
B
C
Nettopreis/Jahr
8.400 €
8.250 €
8.600 €
Versand
120 €
0 € (frei ab 8.000 €)
180 €
Retouren/Fehler
90 €
150 €
60 €
TCO gesamt
8.610 €
8.400 €
8.840 €
Verhandeln wie eine coole Sekretärin
Verhandlung ist kein Boxkampf, sondern Partnertanz: Haltung, Takt, klare Schritte. Drei Hebel wirken fast immer: (1) Preisstaffel: „Bei Abnahme 500 Pakete – welcher Staffelpreis?“ (2) Zahlungsziel/Skonto: „3 % bei 10 Tagen – möglich?“ (3) Servicepaket: „24-h-Austausch im Fehlerfall inklusive?“
Nutzen Sie Anker („Wir liegen mit zwei Angeboten bereits bei 8,25 € je Pack – können Sie mithalten?“) und halten Sie Ihre BATNA (beste Alternative) griffbereit. Stille ist Ihr Freund: Sagen Sie Ihren Wunsch – und warten Sie.
7-Satz-Formel für die E-Mail
Kontext („Danke für Ihr Angebot …“),
Ziel („Wir möchten/planen/beabsichtigen gerne mit Ihnen arbeiten …“),
Vergleich („Marktpreis liegt aktuell bei …“),
Wunsch („Wir streben … €/Einheit an“),
Gegenleistung („Jahresmenge/Referenz“),
Zeit („Rückmeldung bis …“),
Positiver Ausblick („Freue mich, wenn wir das gemeinsam fixieren“).
Praxisfall: Bürobedarf A vs. B
Anbieter A: 8,40 €/Pack, Versand 120 €, OTIF 95 %, Skonto 2 %/10 Tage, Service: Austausch 72 h. Anbieter B: 8,25 €/Pack, versandfrei, OTIF 98 %, Skonto 2 %/14 Tage, Service: Austausch 48 h.
TCO (s. Tabelle): A = 8.610 €, B = 8.400 €. Mit Skonto (bei konsequenter Nutzung) sinkt B zusätzlich um 168 € (8.400 € × 2 %), Gesamt 8.232 €.
Entscheidung: Anbieter B – begründet, transparent, dokumentiert.
Erweiterte Praxis & Templates
IT-Lizenzen ohne Abo-Fallen: Mini-Case mit TCO-Vergleich
Nehmen wir ein realitätsnahes Szenario aus dem Büroalltag: Sie brauchen 25 Kollaborations-Lizenzen.
Entscheidung: Z wirkt günstig, aber nur, wenn Teamstabilität hoch ist. Bei dynamischen Teams frisst die Wechselgebühr den Vorteil. Ihre Aufgabe als „coole Sekretärin“: mit HR/IT abstimmen, wie oft sich das Team real ändert. Wenn Wechsel > 10/Jahr, wird Y trotz Setup attraktiver. Genau hier glänzen Sie: Sie verbinden Zahlen mit Realität.
Telefonleitfaden für die Verhandlung (formale Sie-Form, kurze Sätze, klare Anker)
Einstieg: „Guten Tag, hier ist [Ihr Name] von [Firma]. Danke für Ihr Angebot. Ich habe zwei Punkte, zu denen ich gerne Konditionen klären möchte.“
Anker setzen: „Wir liegen am Markt bei 8,25 € pro Pack – können Sie sich daran orientieren?“
Gegenleistung bieten: „Wir sichern Ihnen eine Jahresmenge von ≥ 500 Einheiten zu und nennen Sie als Referenzlieferant.“
Skonto / Zahlungsziel: „Ist 3 % Skonto bei 10 Tagen möglich, alternativ 45 Tage netto?“
Service präzisieren: „Können wir 48-Stunden-Austausch schriftlich fixieren?“
Stille zulassen. Nicht auffüllen. Warten.
Abschluss: „Vielen Dank. Ich notiere 8,25 €, 3 % Skonto/10 Tage, Austausch 48 h. Ich sende Ihnen die Bestätigung per E-Mail.“
Warum das wirkt: Kurze Sätze, klare Wünsche, Gegenleistung, dokumentierbarer Abschluss. Sie führen – ohne zu drücken.
E-Mail-Vorlage: Höfliche Absage mit Türöffner
Betreff: Rückmeldung zu Ihrem Angebot [#RFQ-2025-017]
Guten Tag Frau/Herr [Name],
vielen Dank für Ihr Angebot und die schnelle Bearbeitung. Nach Abwägung von Preis (TCO), Qualität, Lieferzeit und Service haben wir uns diesmal für einen anderen Anbieter entschieden.
Gerne berücksichtigen wir Sie bei der nächsten Bedarfsabfrage. Wenn Sie bis dahin Preisstaffeln ab 500 Einheiten oder 3 % Skonto/10 Tage abbilden, geben Sie mir bitte Bescheid – das verbessert Ihre Vergleichsbasis deutlich.
Mit freundlichen Grüßen [Name, Funktion]
Botschaft: Respektvoll, begründet, zukunftsorientiert. Sie schließen nicht – Sie parken professionell.
Scorecards, Probephase & Lieferantensteuerung
Lieferanten-Scorecard (monatlich/Quartal)
KPI
Definition
Zielwert
Quelle
Ampel
OTIF
On-Time-In-Full-Lieferungen / Gesamt
≥ 97 %
Wareneingang
🟢
Reklamationsquote
Reklamationen / Lieferungen
≤ 1,0 %
Service-Tool
🟡
Reaktionszeit Support
Erstreaktion in h
≤ 2 h
Ticket-System
🟢
Gutschrift-Dauer
Tage bis Gutschrift
≤ 5 d
FiBu
🟡
Preisstabilität
Preisanpassungen/Q
≤ 1×/Q
Verträge
🟢
Praxis: Führen Sie für neue Lieferanten 90 Tage Probephase ein. Danach Review mit Scorecard. Vertrag erst nach stabiler Performance erweitern.
Risiko-Radar & Compliance im Einkauf
Ihr Anti-Fake-Dreiklang
Datenabgleich: IBAN-Änderungen nie aus dem PDF übernehmen; stets per Rückruf über bekannte Nummern verifizieren.
Bezugspflicht: Keine Auftrag/kein Projekt = keine Vergabe. Immer interne Referenz (Bestell-ID) verlangen.
Rechtscheck ab Schwellenwert, Standard-AGB fordern
E-Procurement in KMU: schlank starten
Ziel: Weniger Mails, mehr Vergleichbarkeit, klare Freigaben. Minimal-Setup (4 Wochen):
Forms/Word-RFQ als Standard (Pflichtfelder).
Excel-Matrix mit festen Gewichten (schreibgeschützt).
Teams/Slack-Workflow: Kanal #einkauf-rfq mit Remindern.
Freigabe-Policy: Limits, Stellvertretung, SLA (Antwort in 24 h).
Plus: SharePoint/Drive-Ordner „Lieferantenakte“: Angebot, Vertrag, Scorecards, Protokolle. Suchen war gestern.
KPI-Dashboard Einkauf (für Ihre Monatsrunde)
Kennzahl
Formel
Ziel
Interpretation
Skontoquote
(gezogene Skonti / mögliche Skonti) × 100
≥ 85 %
Prozess-Tempo & Banking-Disziplin
TCO-Einsparung
TCO alt − TCO neu
↑
Dokumentierte Verhandlungserfolge
Durchschnittl. Lieferzeit
Ø Tage von Bestellung bis Anlieferung
↓
Engpässe identifizieren
Reklamations-Durchlaufzeit
Ø Tage bis Abschluss
↓
Servicequalität Lieferanten
A-Lieferanten-Abdeckung
Anteil Volumen bei Top-Partnern
70–80 %
Bündelung vs. Abhängigkeit
Ich bin gespannt, ob Sie es schaffen, bis zum nächsten Monatsmeeting zwei KPIs sauber zu befüllen und eine Maßnahme daraus abzuleiten. Mini-Schritte, Maxi-Wirkung.
Gewichtungen je Warengruppe (Best-Practice)
Warengruppe
Preis
Qualität
Lieferzeit
Service
Hinweis
Verbrauchsmaterial (Papier, Toner)
50 %
20 %
20 %
10 %
TCO + Skonto entscheidend
IT-Lizenzen
35 %
35 %
10 %
20 %
Verfügbarkeit & Support wiegen schwer
Dienstleistungen (Wartung)
25 %
30 %
15 %
30 %
SLA & Reaktionszeit
Möbel/CapEx
30 %
40 %
20 %
10 %
Qualität/Lebensdauer dominiert
Merksatz:Gewichte sind Strategie. Passen Sie sie an Ziel & Risiko an – und dokumentieren Sie es.
Red Flags & Fehler vermeiden
Lockangebote („nur diesen Monat“), die im Kleingedruckten teurer werden.
Neue IBANs: immer telefonisch über bekannte Nummer prüfen.
Äpfel-Birnen-Vergleiche: Preis pro Karton vs. pro Pack.
Unechte Zertifikate oder fehlende Nachweise.
Schriftform nicht vergessen: kein „Handschlagpreis“.
Digital & effizient
Machen Sie es sich leicht: Standard-RFQ als Word/Forms, Vergleichsmatrix in Excel/Sheets, Workflows in Teams/Slack (Frist-Reminder), Vorlagen für Nachverhandlungen. E-Procurement lohnt ab mittleren Volumina: geprüfte Lieferanten, Freigabe-Stufen, Reporting – weniger Chaos, mehr Kontrolle.
Checkliste & Quick Wins
Checkliste (10 Punkte):
Bedarf definieren
Spezifikationen festziehen
RFQ senden
Frist setzen
Muster testen
Matrix pflegen
TCO rechnen
Skonto prüfen
Service klären
Entscheidung dokumentieren
Drei Quick Wins für diese Woche:
Skonto-Ordner im Banking einrichten
Muster-RFQ erstellen
Vergleichsmatrix als Teamstandard freigeben
Meine Empfehlung ist: Starten Sie mit einem kleinen Warensegment (z. B. Papier) und üben Sie den gesamten Zyklus einmal durch.
Schlussgedanke
Einkauf ist kein Nebenjob, sondern Hebelarbeit. Wenn Sie Angebote strukturiert einholen, nach Preis, Qualität, Lieferzeit und Service gewichten und Ihre Entscheidung sauber belegbar machen, dann sind Sie nicht „die, die bestellt“, sondern die, die wirtschaftet. Ich bin gespannt, ob Sie es schaffen, diese Woche einen Zyklus von RFQ bis Entscheidung durchzuziehen – Sie werden überrascht sein, wie viel Budget plötzlich in Ihrer Verantwortung bleibt.
Typische Fragen
1. Wie viele Angebote brauche ich? Drei sind ideal – darunter fehlt die Vergleichsbasis, darüber steigt der Aufwand unnötig.
2. Muss ich immer das günstigste Angebot nehmen? Nein. Entscheiden Sie nach TCO und Matrix-Score; dokumentieren Sie die Gründe.
3. Wie gewichte ich die Kriterien? Starten Sie mit 40/30/20/10 (Preis/Qualität/Lieferzeit/Service) und passen Sie je Warengruppe an.
4. Lohnt Skonto wirklich? Ja – der effektive Jahreszins kann > 30 % p. a. betragen; Liquidität vorausgesetzt.
5. Was, wenn ich unsicher bin? Holen Sie die Fachabteilung dazu, testen Sie Muster, stellen Sie Rückfragen. Unsicherheit ist kein Makel – sie ist Sorgfalt.
Prompts zum Kopieren
Hinweis: Ersetzen Sie Platzhalter wie {{Produkt}}, {{Menge}}, {{Frist}} usw. – und fügen Sie keine personenbezogenen Daten ein (DSGVO!).
1) RFQ/Angebotsanfrage (DIN 5008, vergleichbar)
Prompt: „Erstelle mir eine kurze, DIN-5008-konforme Angebotsanfrage für {{Produkt/Spezifikation}} (Menge: {{Menge}}). Verlange Angaben zu: Einzelpreis, Staffelpreisen ({{Stufen}}), Lieferzeit in Tagen, OTIF-Quote, Versandkosten/frei Haus ab Betrag, Zahlungsziel, Skonto (mind. 2–3 %/10 Tage), Service (Austausch in {{Stunden}}). Formatiere mit Aufzählungen, schließe eine Deadline {{Datum}} ein und einen Satz zu Mustersendung ({{Anzahl}} Stück).“
Prompt: „Vergleiche diese Angebote tabellarisch (Spalten: Anbieter, Preis, Nebenkosten, TCO, Qualität/Muster, Lieferzeit/OTIF, Service). Gewichte Preis 40 %, Qualität 30 %, Lieferzeit 20 %, Service 10 %. Vergib 1–10 Punkte pro Kriterium, rechne den Gesamtscore, gib eine klare Empfehlung mit 2 Gründen.“
Fügen Sie die drei Preise/Infos als Liste ein – der Assistent baut die Matrix.
3) Verhandlungs-E-Mail mit Anker & Gegenleistung
Prompt: „Formuliere eine höfliche, knappe Verhandlungs-E-Mail (Sie-Form) an {{Anbieter}}. Ziel: {{Zielpreis}} je Einheit bzw. 3 % Skonto bei 10 Tagen. Biete Gegenleistung: Jahresmenge {{Menge}}, Referenzfreigabe. Bitte um Antwort bis {{Datum}}. Ton: verbindlich, professionell, 6–7 Sätze.“
4) Telefon-Spickzettel für die Nachverhandlung
Prompt: „Erstelle einen Telefonleitfaden mit Stichpunkten (Einstieg, Anker, Gegenleistung, Stille, Abschluss) für die Kondition {{Kondition}} zu {{Produkt}}. Füge 2 höfliche Formulierungen für ein ‚Nein‘ und 1 Alternativvorschlag hinzu.“
5) Rechnungsprüfung – 3-Stufen-Check + Begründung
Prompt: „Baue mir eine Checkliste (formell, kurz) für Eingangsrechnungen: 1) Formal (Pflichtangaben), 2) Inhaltlich (Bestellung/Lieferschein/Leistung), 3) Rechenweg (Steuersatz, Rundung, Skonto). Ergänze einen Absatz ‚Wenn etwas nicht passt‘ mit Standard-Begründungen und einem Muster-Rückfrage-Text an den Lieferanten.“
6) Fake-Rechnung – Risiko-Ampel + Rückruftext
Prompt: „Bewerte diese Rechnung (Stichpunkte: unklarer Anbieter, vage Leistung, neue IBAN, Druck zur Sofortzahlung) mit Ampel (Grün/Gelb/Rot) und nenne 3 Nachweise, die ich anfordern sollte. Formuliere einen Rückruf-Skript (freundlich-bestimmt), um die IBAN über eine bekannte Nummer zu verifizieren.“
7) Mahnwesen – 3 Stufen, DIN 5008
Prompt: „Erstelle drei kurze Schreiben in Sie-Form: Zahlungserinnerung (freundlich), 1. Mahnung (bestimmt, {{Datum}}), Letzte Mahnung (inkl. Verzugszinsen § 288 BGB, Androhung Mahnbescheid). Layout in DIN 5008, je 6–8 Sätze, Platzhalter für Rechnungsnummer, Betrag, Fälligkeit.“
8) Zahlläufe & Skonto-Plan
Prompt: „Plane einen wöchentlichen Zahllauf (Donnerstag) mit Skonto-Sonderläufen, wenn Fristen vor Donnerstag enden. Liefere eine Checkliste je Lauf (Freigaben, Summenprüfung, IBAN-Check) und einen kurzen Text für den Team-Reminder (Montag 10 Uhr).“
9) BWA „in einfach“ für die Chefin (5-Satz-Briefing)
Prompt: „Fasse folgende BWA-Kennzahlen in 5 Sätzen für die Geschäftsführung zusammen (klar, ohne Jargon): Gesamtleistung, Rohertrag, Material- und Personalquote, EBIT. Gib 3 konkrete Maßnahmen (z. B. Einkaufskonditionen, Auslastung, Preiswirkung) als nummerierte Liste.“
10) Lieferanten-Scorecard (90-Tage-Probe)
Prompt: „Baue mir eine Scorecard (Tabelle) mit KPIs: OTIF-Quote, Reklamationsquote, Reaktionszeit Support, Gutschrift-Dauer, Preisstabilität. Ergänze Ampel-Logik (Grenzwerte), Kommentarfeld und einen 90-Tage-Review-Text mit Entscheidungsvorlage (Weiter, Nachbessern, Abbruch).“
Prompt: „Erstelle eine SOP im Stil ‚Schritt – Zweck – Verantwortlich – Nachweis‘ für den Prozess Angebot einholen → vergleichen → verhandeln → Bestellung → Ablage. Füge Eskalationswege und DSGVO-Hinweis (keine personenbezogenen Daten im RFQ) hinzu.“
12) Excel-Hilfe: TCO/Skonto-Formeln
Prompt: „Gib mir Excel-Formeln und kurze Erklärungen für: a) TCO = Preis + Versand + Retouren; b) Skonto-Rendite aus Rechnung {{Betrag}}, Skonto {{%}}, Verkürzung {{Tage}}; c) Gewichtetes Scoring aus vier Kriterien (Gewichte in Zellen). Bitte als Mini-Tabelle.“
13) Meeting-Agenda & Protokoll Einkauf
Prompt: „Schreibe eine kompakte Agenda (30 Min.) für das Einkaufs-Stand-up (Angebote, Verhandlungen, Risiken, Entscheidungen) und ein Protokoll-Template mit To-dos (Owner, Fälligkeit), damit ich nach 10 Minuten alles sauber dokumentiert habe.“
Die Fachtagung der Sekretärinnen & Assistenzen ist zurück – und 2025 wird größer und besser als je zuvor! Mit unserem diesjährigen Motto „Innovation & Wohlbefinden im Sekretariat“ bringen wir die neuesten Technologien und Best Practices direkt zu Ihnen. Seien Sie dabei und erleben Sie, wie Sie Ihre tägliche Arbeit effizienter gestalten und gleichzeitig Ihre Gesundheit
Nach einer sehr langen Pausen sind wir im August wieder in die Seminare und Fachtagungen gestartet. Ich nutze diese Stelle und bedanke mich bei allen Teilnehmenden und Dozentinnen, die sich so wunderbar für unser gemeinsames Anliegen einsetzen: Weiterbildung im Sekretariat! Ob Berlin, Erfurt, Halle, Rostock, Jena oder Sangerhausen unsere Firmen- und Hotelpartner haben immer ihr
„Das betrifft uns hier doch nicht“ „Das ist doch alles übertrieben.“„Im Büro ist man doch nicht krank wie im Krankenhaus.“„Ein bisschen Kontakt mit Keimen schadet nicht, das härtet ab.“ Diese Gedanken sind im Büroalltag weit verbreitet. Sie werden selten laut ausgesprochen, bestimmen aber häufig Entscheidungen. Gerade weil Büroarbeit als sauber, ungefährlich und kontrolliert gilt, geraten
Copilot oder ChatGPT-Schulung? Warum kluge Assistenzkräfte beides brauchen – und Führungskräfte davon profitieren Ein Blick in die Chefetage Montagmorgen, 8:07 Uhr. Der Kalender ist dicht getaktet, die erste Mail eskaliert schon vor dem zweiten Kaffee, und irgendwo zwischen Jour fixe und Budgetrunde blinkt ein neues Versprechen auf: Microsoft Copilot.„Endlich Entlastung“, denkt die Geschäftsführung. Zusammenfassungen auf
Viele kommen nicht geplant ins Sekretariat. Man wächst hinein, übernimmt, fängt an. Erst ein paar Aufgaben, dann mehr Verantwortung, irgendwann die komplette Drehscheibe. Was fast immer gleich ist: Niemand erklärt MS-Office von Grund auf so, wie man es für diesen Job wirklich braucht. Stattdessen heißt es oft: „Das läuft über Outlook“, „Mach das kurz in
Der Wandel im Büro war selten so spürbar wie heute.Wo früher Papierstapel wuchsen wie kleine Gebirge, dominiert heute der leuchtende Laptop-Bildschirm. Doch unabhängig davon, wie viele Tools, Apps oder KI-Lösungen dazukommen – Sie bleiben das Herz des Büros. Warum die digitale Transformation im Sekretariat mehr ist als Technik Viele Assistenzen und Kaufleute für Büromanagement beschreiben
Ein Montagmorgen, der mehr zeigt als ein Kalender Montagmorgen im Büro sind selten spektakulär. Sie beginnen mit Kalendern, E-Mails und kurzen Abstimmungen auf dem Flur. Und doch zeigen gerade diese unscheinbaren Momente sehr deutlich, wie tragfähig die Strukturen eines Unternehmens wirklich sind. Zwei Kolleg:innen sitzen mit belegter Stimme am Arbeitsplatz. Der Azubi fragt vorsichtig
Es gibt Sätze, die nicht laut sind.Sie blitzen nicht. Sie klingen nicht groß.Und trotzdem verändern sie alles. Einer davon ist:„Ich kann das wirklich.“ Viele Sekretärinnen und Kaufleute für Büromanagement erzählen mir genau diesen Moment – oft leise, manchmal fast überrascht. Und fast immer entsteht er dort, wo Entwicklung passiert: im Austausch mit Kolleginnen, in einer
Eigene Alleinstellungsmerkmale erkennen: Warum nicht Lautstärke, sondern Präzision überzeugt Wenn alle kompetent sind, zählt das Profil „Was unterscheidet Sie von anderen Bewerberinnen?“Eine kurze Frage, die oft lange Gesichter macht. Nicht, weil es keine Unterschiede gäbe. Sondern weil viele sie nicht benennen können, ohne in Floskeln zu rutschen. Zuverlässig. Belastbar. Flexibel. Teamfähig.Alles richtig – und doch
Das Vorstellungsgespräch ist kein Small Talk Das Vorstellungsgespräch beginnt oft harmlos. Ein Glas Wasser, ein Lächeln, ein paar einleitende Worte. Und dann kippt die Situation.„Erzählen Sie doch einmal von einer Situation, in der etwas nicht nach Plan lief.“ Plötzlich wird es still im Kopf. Nicht, weil Ihnen nichts einfällt. Sondern weil Sie alles gleichzeitig denken.