Stressmanagement im Sekretariat: 3 Wege zu mehr Gelassenheit
Stressmanagement im Sekretariat – Instrumentelle, kognitive und regenerativ-palliative Strategien
„Sie stehen täglich zwischen Posteingang, Terminen, Wiedervorlagen und Telefonaten – und am Abend sind Sie hundemüde. Haben Sie dann wirklich etwas geschafft?“ Viele Sekretärinnen kennt das Gefühl: tagtäglicher Stress, immer neue Aufgaben und kaum Luft zwischen den Aufträgen. Doch genau da liegt ein Schlüssel: Stressmanagement in drei Handlungsfeldern, die Ihnen helfen, anders, gesünder und selbstbestimmter zu arbeiten.
Definition laut PDF: Dieses Management setzt direkt an den Stressoren an – z. B. durch Umorganisation des Arbeitsplatzes, Anpassung von Abläufen, Einholen von Unterstützung. Es funktioniert reaktiv und präventiv .
Geeignet für Sekretärinnen, weil:
Viele Stressquellen sind strukturell (z. B. fehlende Pufferzeiten, ungeklärt gereihte Aufgaben)
Kleine Veränderungen (z. B. klare Zeiten für Angebote, ein strukturierter Eingangskanal) entlasten deutlich
Praxisbeispiel (Case):
Situation: Wiedervorlagen rutschen durch, Telefonunterbrechungen häufen sich
Lösung:
E-Mails und Wiedervorlagen separate Zeitblöcke zuweisen (z. B. 10–10:30 Uhr Korrespondenz, 14–14:15 Uhr «Wiedervorlage»)
Telefonringer an Kollegen: Während dieser Zeiten bewusst nicht ans Telefon gehen
„Notfall“-Kanäle definieren: Wenn dringend, über Weihnachtsbox oder Notfall-Kennzeichen im Kalender kontaktieren
Checkliste für Sie:
☐ Aufgabenlisten in feste Zeitblöcke unterteilen
☐ Verantwortlichkeiten und Kommunikationswege klären
☐ Pufferzeiten aktiv ins Zeitmanagement einbauen
☐ Kolleg:innen über Zeiten informieren, in denen Sie bewusst offline sind
Kognitives Stressmanagement – Gedanken neu bewerten
Kognitives Stressmanagement zielt auf die Änderung eigener Bewertung und innerer Haltungen. Es trainiert Sie darin, stressfördernde Gedanken zu erkennen, zu hinterfragen und positiv umzustrukturieren – ganz nach dem transaktionalen Stressmodell Quelle
Was steckt dahinter?
Erkennen: Welche Gedanken verstärken Ihren Stress? („Ich muss perfekt sein!“, „Ich darf keine Fehler machen.“)
Reflektieren: Ist das realistisch – oder treibt es mich in unnötigen Druck?
Umwandeln: Ersetze sie bewusst durch stressreduzierende Gedanken.
Im PDF werden persönliche Stressverstärker genannt (absolutistische Denkmuster) – die Sie vielleicht bei sich erkennen:
Stressverstärker
Beispielgedanke
Alternative Gedankenstruktur
Sei perfekt!
„Ich darf keinen Fehler machen.“
„Ich gebe mein Bestes – und Fehler helfen mir zu lernen.“
Sei beliebt!
„Sie mögen mich sonst nicht.“
„Es ist okay, unterschiedliche Meinungen zu haben.“
Sei stark!
„Ich darf keine Schwäche zeigen.“
„Ich bin stark, wenn ich mir auch mal Erholung gönne.“
Sei vorsichtig!
„Ich muss alles kontrollieren.“
„Ich übernehme Verantwortung – aber Perfektion liegt nicht in meiner Hand.“
Ich kann nicht…
„Ich schaffe den Berg nicht.“
„Ich kann Schritt für Schritt etwas tun.“
Siebecke & Kaluza zeigen, dass solche Denkmuster reflektiert, entkatastrophisiert und kompetitiv umgelenkt werden können Quelle
Übung „3-Schritte-Denkgenerator“
Situation identifizieren: z. B. spontane Projektänderung mit Zeitdruck
Gedanke notieren: „Jetzt kippt alles – ich versinke!“
Alternative prüfen: „Ich handle flexibel – und kann das Projekt mit Teamkoordination meistern.“
Fühlen Sie beim alternativen Gedanken: klingt er plausibel? Wenn ja, wiederholen und unterstreichen – z. B. in der Terminbestätigung: „Flexibel agiert, klare neue Schritte.“
Integration im Büro
Nehmen Sie sich nach 2–3 stressigen Aufgaben 1–2 Minuten für die Denkmuster-Reflexion.
Machen Sie daraus Routine: ein Post-it an Ihrem Monitor mit „Gedanken prüfen“.
Führen Sie ein kleines „Stressjournal“: Situationen notieren, Gedankenanalyse, Alternativen notieren; bereits 2‑3 Einträge monatlich zeigen Wirkung.
Warum es gerade für Sekretärinnen wirkt
Sie oft als Schnittstelle zwischen vielen Abteilungen und Anforderungen – steter Gedankenkreis.
Diese Technik lässt sich leise, selbstwirksam und schrittweise anwenden – ganz ohne externe Hilfe.
Sie lernen, Stress im Kopf in Struktur umzuwandeln, statt ihn im Körper auszutragen.
Palliativ‑regeneratives Stressmanagement setzt gezielt an der physiologischen und psychischen Stressreaktion an. Ziel ist es, kurzfristig akute Anspannung zu lösen (Palliation), aber auch langfristig Entspannung und Regeneration im Alltag zu fördern Quelle
Warum das so relevant ist
Im Büro am Sekretariat erleben Sie oft:
Ein komplizierter Anruf
Ein enger Zeitrahmen
Und danach: pulsierendes Kopfkino, körperliche Anspannung Zähneknirschen, flaches Atmen.
Ohne Entlastungsmechanismus bleibt dieser Stress im Körper, baut sich über Tage auf und führt zu Erschöpfung oder Krankheitsanfälligkeit.
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Was palliativ‑regeneratives Management beinhaltet
Laut PDF gehören dazu all jene Methoden, die physische und psychische Spannungen bewusst dämpfen – kurzzeitig (Palliation) oder dauerhaft (Regeneration) .
Beispiele aus dem PDF:
Acute‑Strategien: Atemübungen, Bewegungsimpulse
Langfristiges Regenerationsprogramm: regelmäßige Körperübungen, soziale Interaktion, Erholung und Genuss Quelle
Büro-Praxis: 5 einfache Übungen
Übung
Dauer
Wirkung
Büro-Tipp
Bauchatmung
1–2 Min.
Tiefe Entspannung, ruhiger Puls
Zwischen zwei Aufgaben, vor dem Monitor sitzend
Schulterkreisen
30 Sek.
Löst körperliche Verspannung
Beim Stehen oder am Schreibtisch machbar
Bein& Fußbewegung
1 Min.
Steigert Blutzirkulation, lädt auf
Bei Wartezeiten oder Datei-Uploads einsetzen
Mini-Dehnung
1 Min.
Gibt Raum für frische Durchblutung
Ideal beim Kaffeeholen oder am Fenster
Atem-Reset (4‑6‑8‑Atmung)
2 Min.
Dämpft Stresshormone – wie Elektrostopp
Vor dem nächsten Kundenkontakt einsetzen
Diese Übungen zielen darauf ab, akuten Stress zu unterbrechen, Beschwerden frühzeitig zu mindern und Handlungsspielräume zu schaffen.
Maximale Wirksamkeit – minimaler Aufwand: Alles machbar ohne extra Räume, Geräte oder Zeitplan.
Sanfte Schrittfolge: Jede Übung dauert kaum länger als ein Handybildschirm-Lader.
Selbstbestimmt: Sie entscheiden, wann und wie Sie Ihr Wohlbefinden direkt beeinflussen.
Schlussgedanke: Stressmanagement ist ein Geschenk – für Sie und Ihr Team
Sie orchestrieren täglich ein komplexes Büroleben – von Wiedervorlagen über E-Mails bis hin zu spontanen Telefonaten. Gleichzeitig ist Ihre Gesundheit der Schlüssel zu klarer Kommunikation, Gelassenheit und Durchhaltevermögen. Indem Sie instrumentelle, kognitive und regenerativ-palliative Strategien aus dem Stressmanagement nach Siebecke & Kaluza anwenden, schenken Sie sich mehr als nur Effektivität – Sie schaffen Lebensqualität im Alltag.
Instrumentell: Sie strukturieren Ihren Tag bewusst, legen Zeitfenster fest und schützen so Ihren Workflow – ganz ohne Stressgewitter.
Kognitiv: Sie erkennen belastende Gedankenmuster und ersetzen sie durch realistische, motivierende Perspektiven.
Regenerativ-palliativ: Sie unterbrechen Stress im Moment – sei es durch bewusste Atempausen, kleine Dehnungen oder bewährte Bewegung – und sorgen damit für dauerhafte Entspannung.
Diese drei Wege helfen Ihnen, nicht nur funktional, sondern vor allem gesund und erfüllt zu arbeiten. Jeder Schritt ist ein Statement: Sie wählen nicht nur, was Sie tun – sondern auch, wie Sie es tun. Ihre Konzentration, Ihre Gelassenheit und Ihr Selbstwert sind es wert.
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