#ThrowbackThursday: Fachtagung der Sekretärinnen 2006 in #Cottbus
Warum mir die Fachtagung 2006 bis heute präsent ist
Wenn ich im Jahr 2022 auf die Fachtagung der Sekretärinnen 2006 zurückblicke, dann tue ich das nicht aus nostalgischer Verklärung. Es ist vielmehr ein bewusster Blick zurück auf ein Jahr, in dem Haltung sichtbar wurde – leise, aber klar.
2006 feierte der Verband der Sekretärinnen und Sekretäre e. V. sein 15-jähriges Bestehen. Gegründet 1991, hatte sich der Verband über eineinhalb Jahrzehnte hinweg konsequent dem Ziel verschrieben, Weiterbildung für Sekretärinnen, Assistentinnen und Mitarbeitende im Sekretariat praxisnah und zugänglich zu gestalten.
Dieses Jubiläum wurde nicht zentral inszeniert. Stattdessen entschied man sich für eine Fachtagungsreihe, die durch verschiedene Städte führte und den Gedanken ernst nahm: Wir kommen in Ihre Region.
Diese Entscheidung war nicht spektakulär, aber sie war wirkungsvoll. Kurze Anfahrtswege, überschaubare Kosten und ein ganzer Tag Zeit zum Lernen machten den Unterschied.
Aus heutiger Sicht wirkt dieser Ansatz erstaunlich modern. Weiterbildung wurde nicht als Event verstanden, sondern als Arbeitsrealität, die sich an den Menschen orientiert, nicht umgekehrt.
Die Idee hinter der Fachtagungsreihe: Lernen dort, wo gearbeitet wird
Regionale Nähe als bewusste Haltung
Die Fachtagung 2006 war als Reihe angelegt. Potsdam, Magdeburg, Schwerin, Rostock, Cottbus, Frankfurt (Oder) und Dresden bildeten die Stationen dieses Jubiläumsjahres.
Damit folgte der Verband einer klaren Linie. Weiterbildung sollte erreichbar sein, ohne dass sie zusätzlichen organisatorischen oder finanziellen Aufwand erzeugt.
Für viele Teilnehmende war genau das entscheidend. Ein Tag Weiterbildung ließ sich integrieren, ohne Urlaub zu nehmen oder lange Reisen zu organisieren.
Gleichzeitig entstand etwas, das man nicht planen kann. Regionale Netzwerke, Gespräche in den Pausen, Wiedersehen bei späteren Terminen.
Gerade aus Trainerinnensicht war das spürbar. Die Teilnehmenden kannten ähnliche Strukturen, ähnliche Herausforderungen, ähnliche Rahmenbedingungen.
Das machte die Diskussionen offen und konkret. Theorie blieb nicht abstrakt, sondern fand sofort Anschluss an den beruflichen Alltag.
Rückblick 2022: Was von 2006 geblieben ist
Wenn ich heute, 2022, auf die Fachtagung 2006 zurückblicke, sehe ich keine veralteten Konzepte. Ich sehe einen Ansatz, der bis heute trägt.
Weiterbildung nahbar zu gestalten. Teilnehmende ernst zu nehmen. Regionale Netzwerke zu ermöglichen.
Das 15-jährige Jubiläum wurde damals nicht gefeiert, es wurde umgesetzt. In sieben Städten, mit klaren Themen und viel Raum für Austausch.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum mir dieser #ThrowbackThursday wichtig ist. Weil er zeigt, dass Substanz keine Frage des Zeitgeists ist.
Manchmal reicht ein Blick zurück, um zu verstehen, warum bestimmte Wege bis heute sinnvoll sind. Und warum es sich lohnt, sie weiterzugehen.
Ich kann mich noch gut an die Freude der Teilnehmerin – Frau W. erinnern. Bis zum letzten Jahr (2021), war Sie immer wieder als aktive Teilnehmerin der Fachtagung in Cottbus dabei.
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