Manche Orte bleiben im Gedächtnis, weil sie ein Gefühl konservieren.
Eine schmale Gasse. Pflastersteine, die Wärme speichern. Über unseren Köpfen ein schwebendes Dach aus bunten Regenschirmen.
Dieses Foto entstand im Sommer 2018 in Viana do Castelo, im Norden Portugals. Regenschirme, nicht zum Schutz vor Regen, sondern als Schattenspender gegen die gnadenlose Sonne. Zweckentfremdet. Klug eingesetzt. Ästhetisch. Funktional.
Und genau hier beginnt die Geschichte des Regenschirms im Sekretariat.

Warum der Tag des Regenschirms am 10. Februar liegt
Der 10. Februar wirkt auf den ersten Blick unspektakulär.
Kein klassischer Regentag. Kein Hochsommer mit Sonnenbrand-Garantie.
Doch dieses Datum ist kein Zufall.
So fällt dieses Datum mit dem Gedenktag der heiligen Scholastika von Nursia (ca. 480 – 542) zusammen, der sowohl von der anglikanischen als auch der katholischen und der orthodoxen Kirche gefeiert wird. Soweit so gut, nur was hat das mit dem Regenschirm zu tun?
Quelle
Der Heiligenkalender der christlichen Überlieferung führt die Zwillingsschwester des heiligen Benedikt als Patroninnen der Nonnen und des Regens gegen Trockenheit. Weiterhin gilt sie aber auch als Schutzheilige gegen Blitzschlag, Sturm sowie Krämpfen bei Kindern. Lässt man den letztgenannten Aspekt mal außen vor, so erkennt man relativ schnell die inhaltliche Verbindung zwischen Datum, der Heiligen und dem Regenschirm als Wetterschutz:
gegen Trockenheit
gegen Sturm und Blitz
für Regen zur rechten Zeit
Kurz gesagt: für das richtige Maß an Wetter.
Und genau hier schließt sich der Kreis zum Regenschirm. Nicht als simples Objekt. Sondern als Symbol für Schutz, Ausgleich und Vorsorge.
Was der Regenschirm mit Organisation zu tun hat
Ein Regenschirm ist kein Drama-Tool.
Er schreit nicht. Er glänzt nicht.
Er ist einfach da, wenn es ungemütlich wird.
Und genau deshalb passt der Regenschirm im Sekretariat so erstaunlich gut.
Ein gutes Sekretariat:
- fängt ab, bevor es nass wird
- sortiert, bevor der Sturm ausbricht
- schafft Ordnung, bevor Chaos sichtbar wird
Ob Informationsflut, Termindruck oder emotionale Wetterumschwünge im Unternehmen – Sie spannen den Schirm auf, bevor andere durchnässt sind.
Regenschutz bei Dauerregen – und Schatten bei Sonne
Was viele unterschätzen:
Ein Regenschirm schützt nicht nur vor Regen.
In südlichen Ländern ist er ein Mittel gegen Hitze, Überforderung, Erschöpfung.
Nicht reaktiv – sondern vorausschauend.
Übertragen auf den Büroalltag heißt das:
- Sie entlasten Führungskräfte, bevor sie überhitzen
- Sie strukturieren Abläufe, bevor sie ausfransen
- Sie bringen Ruhe in Systeme, die zu schnell laufen
Der Regenschirm im Sekretariat ist kein Notfallplan.
Er ist präventive Organisationskunst.
Handarbeit, Haltung, Verantwortung
Ein guter Regenschirm ist keine Massenware.
Er ist stabil. Durchdacht. Sauber verarbeitet.
Genauso verhält es sich mit exzellenter Assistenzarbeit.
Sie entsteht nicht nebenbei.
Sie ist das Ergebnis von Erfahrung, Fingerspitzengefühl und professioneller Haltung.
Nicht laut.
Aber tragend.
Warum dieser Tag mehr Aufmerksamkeit verdient
Der Tag des Regenschirms ist kein Kalendereintrag für Smalltalk.
Er ist eine Einladung zur Wertschätzung stiller Schutzfunktionen.
Im Büro.
In Organisationen.
Im Sekretariat.
Denn wenn alles reibungslos läuft, hat jemand im Hintergrund rechtzeitig den Schirm aufgespannt.
Ein Gedanke zum Schluss
Vielleicht ist ein gutes Sekretariat genau das:
Ein Regenschirm, der nicht auffällt – solange er funktioniert.
Aber wehe, er fehlt.
In diesem Sinne:
Ich wünsche Ihnen einen klaren, gut geschützten Tag des Regenschirms –
und Menschen um Sie herum, die erkennen, wie viel Können in diesem Schutz steckt.
