Die Mittagspause steht im Kalender. Doch findet sie auch im Kopf statt?
Zwischen E-Mails, Rückrufen und „nur noch schnell erledigen“ schrumpft sie oft zu einer Randnotiz – dabei ist sie einer der wirksamsten Hebel für Konzentration und Gesundheit.
Wenn Pause nur Ortswechsel ist
Viele Mittagspausen bestehen aus einem schnellen Essen am Schreibtisch oder einem hastigen Gang zur Kantine. Der Körper sitzt, der Kopf arbeitet weiter.
Erholung entsteht so nicht. Sie wird vertagt – meist auf den Feierabend, der dann doch wieder zu kurz kommt.
Warum Ihr Gehirn echte Unterbrechung braucht
Das Gehirn kann Dauerleistung. Aber nicht ohne Preis.
Ohne bewusste Pausen sinken Aufmerksamkeit, Fehlerquote steigt, Reizbarkeit nimmt zu. Eine echte Mittagspause wirkt wie ein Reset: Sie ordnet Gedanken, senkt Stress und schafft mentale Klarheit für den Nachmittag.
Pause ist keine Zeitverschwendung
Eine gute Mittagspause muss nicht lang sein, aber anders. Ein Ortswechsel, frische Luft, ein paar Minuten ohne Bildschirm – das genügt oft schon.
Entscheidend ist die innere Erlaubnis: Jetzt ist nichts zu leisten, nichts zu organisieren, nichts zu entscheiden.
Was Ihre Pause über Ihre Arbeitshaltung verrät
Wie Sie Ihre Mittagspause verbringen, sagt viel darüber aus, wie Sie mit sich selbst umgehen. Wer sich Pausen nicht zugesteht, spart nicht Zeit – sondern Energie an der falschen Stelle.
Gerade im Sekretariat, wo Verantwortung und Taktung hoch sind, ist die Mittagspause kein Luxus. Sie ist Teil professioneller Selbstführung.
Ein Gedanke zum Mitnehmen
Vielleicht beginnt Veränderung nicht mit einem neuen Tool oder besseren Abläufen, sondern mit einer ehrlichen Frage:
Was brauche ich jetzt – und nicht erst nach Feierabend?