âWird die KI jetzt mein Chef?â â Was SekretĂ€rinnen ĂŒber KI-Agenten wirklich wissen mĂŒssen
Stellen Sie sich Dieter vorâŠ
Stellen Sie sich Dieter vor: Seit 30 Jahren arbeitet er im Einkauf eines mittelstĂ€ndischen Maschinenbauers. Kein Fan von VerĂ€nderung, kein groĂer Freund neuer Technologien â aber zuverlĂ€ssig, pĂŒnktlich, detailverliebt. Und jetzt das: Dieter soll kĂŒnftig mit einem KI-Agenten arbeiten. Was glauben Sie, wie das ausgeht?
Willkommen in der RealitĂ€t von SAP-Strategiechef Florian Kunzke â und in der Welt eines Vortrags, der wie ein Maschinenöl fĂŒr festgefahrene Denkweisen wirkt.
KI ist da â aber nicht immer dort, wo wir sie erwarten
KĂŒnstliche Intelligenz (KI) hat lĂ€ngst Bereiche erobert, die wir bis vor kurzem noch als rein menschlich betrachtet haben: Wissenschaftliche Forschung, Musik, Kunst. Kunzke nennt Beispiele, die aufhorchen lassen: Eine KI schreibt ein Forschungspaper, das auf einer der renommiertesten Konferenzen (ICLR) angenommen wird. Eine KI verhilft den Beatles zu einem Grammy. Und bei Christieâs wird KI-generierte Kunst fĂŒr ĂŒber 80.000 Euro versteigert.
âEs zeigt, wie gestaltmĂ€chtig KI mittlerweile ist. Und dass sie in Bereiche vordringt, die wir fĂŒr rein menschlich hielten.â â Florian Kunzke
Aber wĂ€hrend sich der KI-Hype ĂŒberschlĂ€gt, bleibt die RealitĂ€t in Unternehmen oft bodenstĂ€ndig â oder sogar bodenlos. Laut Statistischem Bundesamt haben nur 20âŻ% der Unternehmen in Deutschland KI tatsĂ€chlich im Einsatz.
Schatten-KI im BĂŒro: Was SekretĂ€rinnen lĂ€ngst tun â und kein Chef weiĂ
Gerade SekretÀrinnen, Assistenzen und Office-Managerinnen gehören zu den stillen KI-Pionierinnen. Sie lassen sich lÀngst von ChatGPT bei der Formulierung schwieriger Mails helfen, strukturieren Besprechungsprotokolle in Sekunden oder suchen mit Prompt-KreativitÀt nach besseren Formulierungen. Alles informell. Alles heimlich.
Und genau da beginnt das Paradox: WĂ€hrend Unternehmen noch grĂŒbeln, ob, wann und wie sie KI offiziell einfĂŒhren, sind viele Mitarbeitende â insbesondere in administrativen Rollen â schon lĂ€ngst unterwegs. Nur eben ohne Struktur, ohne Schulung, ohne Governance.
Tipp fĂŒr SekretĂ€rinnen: Wenn Sie KI-Tools bereits nutzen, dokumentieren Sie es! Nicht nur fĂŒr sich selbst, sondern als Argumentationshilfe in der nĂ€chsten Teamsitzung. Je mehr praktische AnwendungsfĂ€lle bekannt sind, desto eher wird die Schatten-KI zur echten Strategie.
KI-Strategie oder Dieter-Paralyse? Der Mensch im Zentrum der EinfĂŒhrung
Hier kommt Dieter wieder ins Spiel â oder besser: das fiktive SAP-Unternehmen âHeinrich & Söhneâ. Dieter, skeptisch und verĂ€nderungsresistent, trifft auf Martina Schuster, die neue Chefin mit MBA und frischem Wind. Sie bringt SAP Ariba und einen KI-Agenten ins Unternehmen.
Und dann? Dieter reagiert wie viele seiner Kolleginnen und Kollegen im realen BĂŒroalltag:
âIch will erstmal eine ordentliche Einweisung.â
âKann man so einer KI ĂŒberhaupt trauen?â
âAm Ende macht die meinen Job.â
âDas ist doch eh nur wieder so ein Hype.â
Diese SĂ€tze sind keine Karikatur, sondern kondensierte RealitĂ€t. Sie zeigen, woran KI-Projekte oft scheitern: Am BauchgefĂŒhl, an Ăngsten, an Unsicherheiten â nicht an der Technik.
Was kann so ein KI-Agent eigentlich? Ein Blick hinter die Kulissen
Der neue Kollege von Dieter heiĂt: Sourcing Agent. Klingt nach Sci-Fi? Ist aber RealitĂ€t bei SAP â zumindest in der Cloud-Version ihrer Unternehmenssoftware.
Was dieser KI-Agent kann, ist erstaunlich. Er spricht nicht nur Ihre Sprache (im wahrsten Sinne, denn er funktioniert ĂŒber eine Jual-OberflĂ€che mit natĂŒrlicher Spracheingabe), sondern:
startet selbststÀndig Beschaffungsprozesse, zum Beispiel durch das Erstellen von Ausschreibungen.
analysiert vergangene Beschaffungsdaten und gleicht sie mit Lieferantendaten ab.
berĂŒcksichtigt unstrukturierte Dokumente wie PDFs, E-Mails oder Angebotslisten.
reagiert in Echtzeit auf Ănderungen, etwa neue Lieferzeiten oder Preisupdates.
macht seine Arbeitsschritte transparent, sodass Sie nachvollziehen können, wie er zu einer Empfehlung kommt.
Klingt beeindruckend? Ist es auch. Aber nicht, weil der Agent âalles ĂŒbernimmtâ, sondern weil er mehr Zeit fĂŒr das lĂ€sst, was Menschen besser können: verhandeln, bewerten, entscheiden, kommunizieren.
Tipp fĂŒr SekretĂ€rinnen und Office-Managerinnen: Wenn Ihr Unternehmen bereits SAP oder andere ERP-Systeme nutzt, fragen Sie konkret nach den KI-Funktionen! Oft schlummern die Potenziale im System â man muss nur den richtigen Knopf finden (oder den richtigen Menschen fragen).
Reasoning statt Raten: Warum moderne KI-Agenten keine Orakel sind
Der wahre Unterschied liegt in der Denkweise: WĂ€hrend viele generative KI-Modelle (wie ChatGPT) einfach eine plausible nĂ€chste Antwort erzeugen, gehen moderne KI-Agenten einen Schritt weiter. Sie denken â nicht im menschlichen Sinne, aber doch logisch.
Das Fachwort lautet: Reasoning-Modelle.
Diese Modelle:
prĂŒfen, ob die Antwort Sinn ergibt.
validieren Zwischenschritte und passen den Weg bei Bedarf an.
reflektieren, ob ein anderer Lösungsweg besser wÀre.
nutzen externe Tools, etwa APIs, Datenbanken oder Rechenoperationen.
kooperieren mit anderen KI-Agenten, die auf andere Fachgebiete spezialisiert sind.
Man könnte sagen: Der KI-Agent denkt nicht linear, sondern strategisch. Genau das macht ihn so interessant fĂŒr komplexe Arbeitsprozesse â auch im BĂŒro.
Praxisbeispiel fĂŒrs Sekretariat: Stellen Sie sich vor, Sie mĂŒssten regelmĂ€Ăig Anbietervergleiche machen. Der KI-Agent wertet nicht nur die aktuellen Preise aus, sondern erkennt auch Trends, ZuverlĂ€ssigkeiten und macht VorschlĂ€ge â samt Quellenangabe.
Dieter zweifelt â und mit ihm ein ganzes BĂŒro
Dieter hat ein paar Fragen. Und diese Fragen sind alles andere als dumm. Im Gegenteil: Sie bringen das auf den Punkt, woran viele KI-Initiativen in Unternehmen ins Schlingern geraten.
âIch will eine ordentliche Einweisung.â
âKann ich so einer KI ĂŒberhaupt trauen?â
âWird die KI am Ende meinen Job ĂŒbernehmen?â
âDas ist doch nur ein Trend, der wieder vorbeigeht.â
Jede dieser Aussagen steht fĂŒr einen sehr menschlichen Reflex â und jede davon enthĂ€lt eine Aufgabe fĂŒr Unternehmen. Oder besser gesagt: fĂŒr Menschen wie Martina Schuster, Dieters neue Chefin. FĂŒr FĂŒhrungskrĂ€fte. FĂŒr Personalabteilungen. FĂŒr Sie als SekretĂ€rin, wenn Sie als erste mutig genug sind, den KI-Agenten nicht nur zu nutzen, sondern auch anderen zu erklĂ€ren.
Vier Ăngste, vier Chancen: Wie man Bedenken produktiv macht
Bedenken
Was dahinter steckt
Was SekretÀrinnen tun können
âIch will eine Einweisung.â
Wunsch nach Kompetenz und Kontrolle
LernplĂ€ne und kleine Schritte vorschlagen, z.âŻB. 10-Minuten-EinfĂŒhrung in ChatGPT
âKann ich der KI trauen?â
Sorge vor Blackbox-Technologie
Nur Tools nutzen, die Quellen transparent zeigen
âMacht die KI meinen Job?â
Angst vor Bedeutungsverlust
Den Mehrwert menschlicher Arbeit betonen, z.âŻB. Verhandlung, FeingefĂŒhl, BĂŒroklima
âIst das nur ein Hype?â
KI-Ăberdruss durch Medien
Echte Erfolge sammeln und sichtbar machen, z.âŻB. Zeitersparnis dokumentieren
Praxistipp: Nutzen Sie KollegengesprĂ€che, Teams-Chat oder die KaffeekĂŒche als Resonanzraum. Wenn Sie selbst positive Erfahrungen mit einem KI-Agenten gemacht haben â erzĂ€hlen Sie es! Das ist keine Angeberei. Es ist Kulturwandel.
Was Unternehmen (endlich) lernen mĂŒssen: Bedenken sind kein Bremsklotz
Florian Kunzke bringt es auf den Punkt: Die eigentliche Herausforderung liegt selten in der Technik â sondern im Kopf. Die EinfĂŒhrung eines KI-Systems wie dem SAP Sourcing Agent ist nicht nur ein Softwareprojekt. Es ist ein Kulturprojekt. Und das bedeutet: zuhören, ernst nehmen, schrittweise vorgehen.
FĂŒr SekretĂ€rinnen heiĂt das: Sie sind mittendrin statt nur dabei. In ihrer Rolle als Kommunikationsschnittstelle, als FrĂŒhwarnsystem, als Bindeglied zwischen Chefetage und Kollegium. Wer, wenn nicht Sie, kann diese Transformation mitgestalten?
KI ohne Daten ist wie Dieter ohne Aktenordner
Der beste KI-Agent nĂŒtzt nichts, wenn er mit schlechten, veralteten oder lĂŒckenhaften Informationen gefĂŒttert wird. Florian Kunzke bringt dieses Dilemma anschaulich auf den Punkt â mit einem Blick ins eigene Unternehmen: SAP nutzt ein internes Tool namens Job Matching, das freie Stellen mit Mitarbeiterprofilen verknĂŒpft. Klingt smart. Funktioniert nur leider nicht, wenn niemand sein Profil gepflegt hat.
âDas Tool kann noch so gut sein â wenn die Daten nicht da sind, bringt es uns gar nichts.â â Florian Kunzke
Dieses Beispiel steht sinnbildlich fĂŒr eine riesige Herausforderung: Viele Unternehmen setzen auf KI, ohne ihre Datenbasis im Griff zu haben. Unterschiedliche Formate, Datensilos, unstrukturierte PDFs, falsche oder veraltete Metadaten â der digitale Alltag ist oft ein Chaos.
Sekretariate als Schatzkammer â oder Stolperfalle?
Hand aufs Herz: Wie oft mussten Sie schon eine Excel-Liste retten, weil der Kollege aus der Buchhaltung seine eigene Variante abgespeichert hatte? Oder wie viele Stunden haben Sie damit verbracht, Informationen aus fĂŒnf verschiedenen E-Mail-VerlĂ€ufen zusammenzuklauben, nur weil das Originaldokument irgendwo im Anhang verschollen ist?
Genau hier beginnt Ihre Rolle als DatenhĂŒterin.
SekretĂ€rinnen sind in vielen Unternehmen die wahren Wissensmanagerinnen. Sie wissen, wo welche Datei liegt, wie Kunden ticken und welche Excel-Zelle besser nicht angerĂŒhrt wird. Dieses Wissen ist Gold wert â vor allem, wenn ein KI-Agent zum Einsatz kommt. Denn er kann nur so gut arbeiten, wie die Daten, mit denen Sie ihn fĂŒttern.
FĂŒnf Tipps zur Datenpflege â auch ohne IT-Abteilung
Problem
Ihr Lösungstipp
Unklare Dateinamen
Einheitliche Benennung wie 2025-06-Angebot-FirmaXY.pdf
Datensilos
RegelmĂ€Ăig kurze Team-Meetings zur Ablage-Logik
Unstrukturierte PDFs
Wichtige Daten in Tabellen ĂŒberfĂŒhren (z.âŻB. in Excel oder OneNote)
Fehlende Metadaten
Kurzbeschreibung in der Datei selbst ergÀnzen (erste Seite, Titelzeile etc.)
Vergessene Updates
Wiedervorlage-Termine setzen â auch fĂŒr digitale Ablagen
Merksatz fĂŒr alle, die mitdenken: Wer KI will, muss mit Daten anfangen.
âMacht mal was mit KIâ â warum viele Strategien scheitern, bevor sie beginnen
Dieter hat (wieder mal) recht. Nicht in seiner Skepsis, aber in seinem instinktiven Misstrauen: âDas ist doch wieder nur so ein Hype!â Dieser Satz steht symbolisch fĂŒr viele Unternehmen, deren FĂŒhrungsetagen sich unter Druck gesetzt fĂŒhlen, âirgendwas mit KIâ tun zu mĂŒssen â ohne klare Vorstellung, wofĂŒr.
âVor vier Jahren warâs Blockchain, jetzt istâs KI. Aber das reicht einfach nicht.â â Florian Kunzke
Diese Haltung erzeugt hektische Aktionismus-Wellen: Ein bisschen ChatGPT hier, ein Pilotprojekt dort. Doch was fehlt, ist eine zentrale Frage:
WofĂŒr genau soll der KI-Agent eingesetzt werden â und was bringt er dem Unternehmen wirklich?
Die Frage nach dem Warum ist kein Luxus â sie ist ĂŒberlebenswichtig
Florian Kunzke beschreibt, wie SAP sich genau dieser Frage gestellt hat. Als der Hype um groĂe Sprachmodelle wie GPT-4 losging, stand SAP selbst an einem Scheideweg: Selbst ein eigenes KI-Modell entwickeln? Mit Google oder OpenAI konkurrieren?
Die Antwort lautete: Nein.
âUnsere StĂ€rke liegt nicht darin, Frontier-AI zu bauen, sondern GeschĂ€ftsprozesse zu verstehen und zu optimieren.â
Statt also Ressourcen zu vergeuden, setzt SAP auf Partnerschaften â und konzentriert sich darauf, die KI-Agenten dort einzusetzen, wo sie echten Mehrwert bieten. Das bedeutet: Prozesse definieren, Use Cases priorisieren, Nutzen quantifizieren.
Strategie-Tipp fĂŒrs Sekretariat: Fragen Sie âWas bringtâs?â â bevor es jemand anders tut
SekretĂ€rinnen können strategisch denken. Sie tun es jeden Tag, wenn sie Termine koordinieren, KommunikationsflĂŒsse strukturieren oder Prozesse absichern. Ăbertragen Sie diese FĂ€higkeit auf KI:
FĂŒnf Fragen, bevor ein KI-Tool eingefĂŒhrt wird:
WofĂŒr genau soll der KI-Agent eingesetzt werden?
Wie viel Zeit/Arbeit erspart er uns konkret?
Wo bleibt die Entscheidung beim Menschen?
Welche Risiken (z.âŻB. Datenschutz) sind zu beachten?
Wie sieht die Einweisung/Schulung aus?
Praxisvorschlag: Erstellen Sie fĂŒr jedes neue Tool ein Mini-Briefing. Titel: Was der KI-Agent kann â und was nicht. Das schafft Klarheit, auch bei skeptischen Kolleginnen wie Dieter.
Technik-Chaos? Warum Sie nicht alles verstehen mĂŒssen â aber das Richtige fragen sollten
Florian Kunzke bringt eine eindrucksvolle Liste an Fachbegriffen mit â und sagt ganz offen:
âIch glaube, wenige in diesem Raum könnten alle diese Begriffe erklĂ€ren. Und das ist völlig okay.â
Denn genau hier liegt ein MissverstĂ€ndnis: Der Einsatz von KI-Agenten im Unternehmen ist kein IT-Projekt, das nur von Tech-Nerds verstanden werden kann. Es ist ein Organisationsprojekt. Und das heiĂt: Wer den Alltag kennt, versteht oft besser, wo KI gebraucht wird â und wo nicht.
Low-Code, No-Code, Reasoning, Prompt Chaining â muss ich das alles wissen?
Nein. Aber Sie sollten erkennen können:
ob ein Tool fĂŒr Ihren Arbeitsfluss gemacht ist â oder nur ein zusĂ€tzlicher Klick.
ob Sie Fragen stellen dĂŒrfen, ohne sich dumm zu fĂŒhlen.
ob Sie erkennen, wann es gefĂ€hrlich wird â z.âŻB. bei DatenschutzlĂŒcken oder Blackbox-Entscheidungen.
Und Sie sollten sich trauen, KI-Anwendungen im Alltag zu testen â spielerisch, neugierig, pragmatisch.
Tipp: Legen Sie eine âTeststundeâ pro Woche ein. Probieren Sie neue Tools aus, vergleichen Sie Antworten von zwei KI-Agenten, oder lassen Sie sich eine Mail zusammenfassen. Notieren Sie, was funktioniert â und was nicht.
Ein Praxisbeispiel fĂŒr mutige SekretĂ€rinnen
Sie sollen ein neues Veranstaltungsformat zusammenstellen. Es gibt fĂŒnf PowerPoint-Dateien von der letzten Tagung, drei E-Mails mit spontanen Feedbacks und ein internes Memo vom Chef, was dieses Mal âbesser laufen mussâ.
Challenge accepted â mit KI-Agent:
Dateien hochladen (z.âŻB. in ein Tool wie NotebookLM oder ChatGPT Pro)
Prompt: âFasse die wichtigsten Kritikpunkte, StĂ€rken und VerbesserungsvorschlĂ€ge aus allen Quellen zusammen.â
Ergebnis prĂŒfen, nach Quellen fragen lassen
In fĂŒnf Bullet Points zusammenfassen
Chef informieren:âHier die wichtigsten Punkte â wollen Sie das als Grundlage fĂŒr die nĂ€chste Besprechung nutzen?â
Erkenntnis: Sie haben nicht nur schneller gearbeitet â Sie haben sich als BrĂŒcke zwischen Mensch und Maschine positioniert. Willkommen in der Zukunft des Sekretariats!
Kulturelle WiderstĂ€nde: Warum KI nicht scheitert â aber Menschen aussteigen
âDie KI nimmt uns nicht die Jobs weg. Diejenigen, die mit KI arbeiten, nehmen die Jobs derer, die es nicht tun.â â Andrew Ng (zitiert von Florian Kunzke)
Ein Satz wie ein Paukenschlag. Und doch ist er keine Drohung, sondern eine Einladung. Denn die Kluft verlĂ€uft nicht zwischen Mensch und Maschine â sondern zwischen Offenheit und Angst.
SekretÀrinnen sind hier oft doppelt betroffen:
Einerseits spĂŒren sie die Skepsis im Kollegium â das âAch komm, so ein KI-Kram wird sich eh nicht durchsetzen.â
Andererseits werden sie selbst zur Anlaufstelle: âKannst du das mal fĂŒr mich ausprobieren?â, âWie hast du das zusammenfassen lassen?â
Was tun?
Drei Strategien gegen das KI-Kopfkino im Kollegium
Widerstand
Antwort mit FingerspitzengefĂŒhl
âIch vertraue so einer Maschine nicht.â
âDeshalb frag ich die KI auch, woher sie das hat â und entscheide dann selbst.â
âIch bin zu alt fĂŒr den Kram.â
âVielleicht â aber zu klug, um Zeit zu verschwenden, oder?â (humorvoll, aber klar)
âDas ist doch wieder nur so ein Trend.â
âMag sein â aber wennâs mir zwei Stunden Arbeit spart, reite ich gern auf dem Trend mit.â
Tipp fĂŒr SekretĂ€rinnen: Nutzen Sie Ihre kommunikative StĂ€rke! Wer Small Talk kann, kann auch Change-Management. Gerade im Mittelstand ist es oft die gute, alte Mittagspause, in der neue Wege auf den Tisch kommen.
FĂŒhrung muss vorangehen â und darf dabei improvisieren
Ein starkes Beispiel: Der Chief Technology Officer von SAP, Philipp Herzig, hat nach seiner Ernennung einen KI-Newsletter fĂŒr Mitarbeitende eingefĂŒhrt â persönlich verfasst, mit Links, Tipps und eigenen Erfahrungen. SpĂ€ter lieĂ er sich beim Schreiben von einem selbstgebauten KI-Agenten helfen. Das Signal war klar:
âIch beschĂ€ftige mich mit KI â und ich erwarte, dass ihr das auch tut.â
So entsteht Lernkultur, nicht durch Vorschriften â sondern durch Vorleben. SekretĂ€rinnen können solche Impulse aufgreifen, verstĂ€rken, weitergeben. Ob als Mini-Tutorial in der Abteilungsbesprechung oder als Anekdote beim Jour fixe: Ihre Stimme zĂ€hlt.
Regeln statt RĂ€tsel: Was der EU AI Act fĂŒr Ihren KI-Agenten bedeutet
âDer EU AI Act hat 255 Seiten und 113 Artikel â und was das an bĂŒrokratischem Mehraufwand bedeutet, ist uns, glaube ich, allen klar.â â Florian Kunzke
Und trotzdem: Der AI Act ist keine KI-Bremse. Er ist ein Navigationssystem. Und wie jedes Navi braucht es klare Ziele, gute Karten und gelegentlich ein Update.
FĂŒr SekretĂ€rinnen bedeutet das: Sie mĂŒssen keine Juristin werden â aber sie sollten wissen, worauf zu achten ist, wenn sie KI-Tools einsetzen oder im Unternehmen unterstĂŒtzen.
Was der EU AI Act fĂŒr Ihren BĂŒroalltag bedeutet â in klaren Worten
Thema
Konkrete Bedeutung fĂŒr SekretĂ€rinnen
Risikoklassen
Je nach Anwendung gelten unterschiedliche Regeln. Eine PrÀsentation zusammenfassen? Geringes Risiko. Bewerbungen filtern? Hohes Risiko.
Transparenzpflicht
Wenn KI-Agenten Entscheidungen vorbereiten, muss klar sein, wie und warum. Tools, die Quellen anzeigen, sind ein Muss.
Datenschutz
Keine personenbezogenen Daten (z.âŻB. Geburtstage, Krankheiten, Lohnlisten) ĂŒber offene Systeme wie ChatGPT verarbeiten.
Dokumentation
Wenn KI systematisch genutzt wird, muss dokumentiert werden: Wo, wie, warum, mit welchem Tool.
Praxis-Tipp: Erstellen Sie eine âKI-Nutzungslisteâ â intern fĂŒr sich oder gemeinsam mit Kolleginnen. Tragen Sie ein, welches Tool Sie wie nutzen, ob Daten anonymisiert wurden und ob Sie Ergebnisse hinterfragt haben. Das ist nicht nur datenschutzkonform â sondern auch professionell.
Vertrauen durch Anbieterwahl â warum nicht alles selbst gemacht werden muss
Ein weiterer zentraler Punkt bei Kunzke: Unternehmen (und Mitarbeitende) mĂŒssen nicht selbst zu KI-Entwicklern werden. Im Gegenteil. Es ist oft klĂŒger, auf Tools und Anbieter zu setzen, die sich mit Datenschutz, Compliance und Governance auskennen.
âIch glaube daran, dass es Sinn macht, Anbietern zu vertrauen, die sich schon lĂ€nger mit diesen Themen auseinandersetzen.â â Florian Kunzke
Was bedeutet das fĂŒr SekretĂ€rinnen?
Nutzen Sie etablierte Tools, die in Deutschland oder der EU gehostet sind.
PrĂŒfen Sie regelmĂ€Ăig, ob neue Datenschutzrichtlinien gelten â vor allem bei kostenlosen Tools.
Hinterfragen Sie Tools, die keine Transparenz bieten, woher ihre Daten stammen.
Merksatz: Wer KI verantwortungsvoll nutzt, stĂ€rkt nicht nur das Unternehmen â sondern auch sich selbst als kompetente Ansprechpartnerin.
Datenpflege ist kein Extra â sie ist das Fundament fĂŒr jeden KI-Agenten
Wir reden so viel ĂŒber kĂŒnstliche Intelligenz, dass wir das Naheliegendste oft ĂŒbersehen: Wer schlampig ablegt, braucht sich ĂŒber smarte UnterstĂŒtzung nicht wundern. Ein KI-Agent ist keine Hellseherin â er arbeitet mit dem, was Sie ihm geben. Und wenn das Chaos ist, bleibtâs Chaos.
âGarbage in, garbage outâ â dieser Satz aus der IT gilt auch fĂŒr den BĂŒroalltag.
Denn egal ob LieferantenvertrĂ€ge, Protokolle, GesprĂ€chsnotizen oder Excel-Listen: Wenn die Informationen verstreut, unvollstĂ€ndig oder widersprĂŒchlich sind, kann selbst die cleverste KI nur raten â und Sie dĂŒrfenâs dann mĂŒhsam korrigieren.
Datenorganisation im Sekretariat â So wird Ihre Ablage KI-tauglich
Kundendaten in Excel, aber Termine in Outlook, und Notizen in Word
Zentraler Ablageort (z.âŻB. OneNote, Teams oder eine Projektmappe)
Listen ohne SpaltenĂŒberschriften oder mit leeren Feldern
VollstĂ€ndig gepflegte Tabellen mit eindeutigen Ăberschriften
Informationen nur im Kopf oder auf Notizzetteln
Kurze Zusammenfassungen direkt am Dokument oder digital notiert
Alte Versionen im gleichen Ordner, aber ohne Versionskennung
Versionierung einfĂŒhren: Projektbericht_V1, ..._V2_final etc.
Keine Ăbersicht, wo was gespeichert ist
Einfache Ablagestruktur mit Pfaden + gelegentlicher Check
Extra-Tipp fĂŒr Teams: FĂŒhren Sie eine monatliche Mini-âAblage-Challengeâ ein. Wer schafft es, die klarste, logischste und KI-freundlichste Datei-Struktur zu entwickeln?
Gute Datenorganisation bringt vier entscheidende Vorteile:
Klarheit im Team Wer sucht, verliert Zeit â und Vertrauen. Klare Ablagestrukturen schaffen Transparenz fĂŒr alle Beteiligten.
Bessere Ergebnisse mit KI Ein KI-Agent kann nur analysieren, was sinnvoll strukturiert ist. PrÀzise Tabellen, saubere Bezeichnungen und gepflegte Metadaten zahlen sich aus.
Rechtssicherheit und Nachvollziehbarkeit Besonders bei Angeboten, Personalakten oder Rechnungen zĂ€hlt: Wer was wann wo gespeichert hat â auch fĂŒr Datenschutz und Audits.
Stressreduktion Sie kennen das GefĂŒhl: âIch hatte das Dokument doch hier irgendwoâŠâ â Wer das vermeiden will, organisiert vorausschauend.
Ihre Rolle als Daten-Architektin
SekretĂ€rinnen sind nicht nur Anwenderinnen â sie sind oft die stillen Architektinnen der BĂŒrostruktur. Wenn Sie jetzt beginnen, Ihre Dateiablage KI-tauglich zu gestalten, legen Sie den Grundstein fĂŒr alles, was kommt. Und das Beste: Sie tun es nicht nur fĂŒr den KI-Agenten â sondern vor allem fĂŒr sich selbst.
Mini-Challenge fĂŒr heute: WĂ€hlen Sie einen Bereich (z.âŻB. âAngebote 2023â) und bringen Sie dort Struktur rein. Nutzen Sie klare Namen, löschen Sie Dubletten, fĂŒgen Sie ErklĂ€rungen als Notiz hinzu. Ein Schritt. Ein System. Ein groĂer Unterschied.
Automatisieren? Ja. Aber mit MaĂ â und mit Mensch
Florian Kunzke formuliert es im Vortrag sehr klar: SAP hat sich bewusst dagegen entschieden, selbst ein groĂes Sprachmodell zu entwickeln. Warum? Weil die eigentliche StĂ€rke woanders liegt â nĂ€mlich in der Kenntnis, wie Menschen arbeiten. Und was sie dabei brauchen.
âWir mĂŒssen uns ĂŒberlegen: Welche Prozesse wollen wir automatisieren? Und wo bleibt bewusst der Mensch in der Verantwortung?â
FĂŒr Unternehmen bedeutet das: nicht alles digitalisieren, was digitalisierbar ist. Sondern dort ansetzen, wo es wirklich einen Unterschied macht â fĂŒr ProduktivitĂ€t, fĂŒr Klarheit, fĂŒr QualitĂ€t.
SekretÀrinnen-Frage Nr. 1: Was können wir automatisieren?
Stellen Sie sich vor, Sie fĂŒhren in Ihrem Team eine kleine Inventur durch:
Aufgabe
Nutzen wir dafĂŒr schon KI?
LĂ€sst sich das sinnvoll automatisieren?
Bleibt das besser beim Menschen?
E-Mails sortieren nach Thema/Dringlichkeit
Nein
Ja â mit KI-Eingangsassistenten
Nur bei sensiblen Mails individuell
Protokolle strukturieren
Ja, mit ChatGPT
Ja
Je nach KomplexitÀt
Angebote vergleichen
Noch nicht
Ja â mit Agenten
Endentscheidung beim Menschen
TonalitĂ€t von Schreiben prĂŒfen
Noch nicht
Ja â z.âŻB. mit KI wie Grammarly oder DeepL Write
Bei StreitfÀllen: besser manuell
Reiseplanung inkl. Bahn, Hotel, Kosten
Selten
Ja â mit spezialisierter KI
Letzte PrĂŒfung bleibt beim Menschen
Erkenntnis: Der Wandel beginnt nicht im Vorstand. Er beginnt auf Ihrer Festplatte. Wer ehrlich inventarisiert, erkennt schnell: Wir nutzen KI lĂ€ngst â nur oft ohne Plan.
Handlungsimpuls: Mini-KI-Audit im BĂŒro
Erstellen Sie in Ihrer Abteilung eine einfache Ăbersicht, was bereits KI-gestĂŒtzt passiert â bewusst oder unbewusst. Welche Tools im Einsatz sind. Wo Potenzial schlummert. Und welche Aufgaben auch in Zukunft Menschensache bleiben sollen.
Denn genau darin liegt die Kraft des KI-Agenten: Er ersetzt nicht. Er ergĂ€nzt. Und er lĂ€sst Ihnen mehr Zeit fĂŒr das, was keine Maschine kann â Beziehung, Kommunikation, FingerspitzengefĂŒhl.
Fazit: Der KI-Agent ist da â und jetzt?
Florian Kunzkes Vortrag war mehr als ein technisches Update. Es war ein Spiegel. Ein Spiegel fĂŒr Unternehmen, die hoffen, dass der Hype um KI von allein wieder vorbeigeht. Und ein Spiegel fĂŒr Menschen wie Dieter â die vielleicht nicht laut schreien, aber viel zu sagen haben. Skepsis ist erlaubt. Aber RĂŒckzug ist keine Lösung.
Der KI-Agent ist kein Feind. Er ist auch kein Zauberwesen. Er ist ein Werkzeug â und wie bei jedem Werkzeug gilt: Die einen nutzen es souverĂ€n, die anderen lassen es verstauben. SekretĂ€rinnen, Assistenzen, Office-Managerinnen haben die Möglichkeit, hier voranzugehen. Sie mĂŒssen nicht alles wissen. Aber sie können den Takt angeben. Im Kleinen. Im Praktischen. Im Miteinander.
Schlussgedanke: Wenn Dieter das kann â können Sie es auch
Erinnern Sie sich an Dieter? Den skeptischen, korrekten Mitarbeiter, der KI lieber kritisch beĂ€ugt als euphorisch bejubelt? Am Ende seines Weges mit dem KI-Agenten sagt er sinngemĂ€Ă: âWenn ich mir meinen Kaffee noch selbst holen darf â dann ist das mit der KI schon okay.â
Was fĂŒr ein Satz.
Er zeigt, dass VerĂ€nderung möglich ist â mit einem Augenzwinkern, aber auch mit Haltung. Denn selbst Dieter hat verstanden: KI verĂ€ndert unsere Arbeit. Aber wie â das bestimmen wir.
Sie haben noch nie was mit KI gemacht? Dann besuchen Sie die Fachtagung der SekretÀr:innen und Assistenzen
klar Schreiben & smart Arbeiten
Rechtschreibung sicher beherrschen und KI clever einsetzen
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Digitalisierung trifft Verantwortung KĂŒnstliche Intelligenz wie Microsoft 365 Copilot verspricht Effizienzgewinne im BĂŒroalltag: Sie unterstĂŒtzt beim Formulieren von E-Mails, beim Zusammenfassen von Informationen und bei der Analyse von Daten. Doch sobald KI-Assistenten auch auf Outlook-Kontakte und persönliche Daten zugreifen, stellen sich grundlegende Datenschutzfragen. Sind diese Systeme ĂŒberhaupt DSGVO-konform einsetzbar? Wie funktionieren Berechtigungen? Und wie können
Ein Protokoll, ein Prompt â und eine Entscheidung, die gröĂer ist als gedacht Das Meeting war lang, die Stimmung angespannt, Personalfragen lagen offen auf dem Tisch. Sie kommen zurĂŒck ins BĂŒro, öffnen Ihr digitales Werkzeug und kopieren Ihre Notizen hinein. Drei Minuten spĂ€ter liegt ein strukturiertes, sprachlich elegantes Protokoll vor Ihnen. Effizient, klar, professionell. Genau
Sie sind höflich. Aber wirken Sie auch fĂŒhrend? Wenn Freundlichkeit ProfessionalitĂ€t ersetzt Sprechblasen Beispiel Ich hoffe, es geht Ihnen gut. Vielen Dank fĂŒr Ihre Nachricht. Gerne wĂŒrde ich Ihnen mitteilen, dass wir Ihr Anliegen prĂŒfen und uns zeitnah zurĂŒckmelden. Solche Formulierungen lesen wir tĂ€glich. Sie sind höflich, korrekt und konfliktfrei. Genau deshalb wirken sie zunĂ€chst
Ein scheinbar kleines Detail âWir bitten Sie den Vertrag heute zu unterzeichnen.â Der Satz ist verstĂ€ndlich. Niemand wird ernsthaft scheitern, ihn zu entschlĂŒsseln. Und doch wirkt er unfertig. Das Auge sucht eine Struktur, die nicht sichtbar gemacht wurde. Ein kleiner Eingriff verĂ€ndert die Wirkung sofort: âWir bitten Sie, den Vertrag heute zu unterzeichnen.â Die Kommasetzung
KI im BĂŒro â zwischen Effizienz und Verantwortung Stellen Sie sich vor: Sie erhalten die Aufgabe, eine Zusammenfassung der aktuellen EU-KI-Verordnung fĂŒr ein wichtiges Meeting zu erstellen. Die Zeit drĂ€ngt, also nutzen Sie ChatGPT, um schnell eine strukturierte Ăbersicht zu generieren. Doch dĂŒrfen Sie das einfach so? Was sagt das Gesetz dazu? Und wer trĂ€gt
Wenn Erfahrung geht, bleibt oft nur die Suche Es ist dieser Moment, den jedes Sekretariat kennt: Eine Kollegin verabschiedet sich in den Ruhestand, es gibt Blumen, warme Worte, ein paar TrĂ€nen, und am Montag danach beginnt das groĂe RĂ€tselraten. Wo war diese eine Liste mit den SonderfĂ€llen? Wer wusste noch, warum man bei Anbieter X
Was wĂ€re, wenn Ihre KI nicht fragt â sondern erledigt? Stellen Sie sich einen ganz normalen BĂŒrotag vor. Ein Bericht liegt auf dem Tisch, zehn Seiten, dicht geschrieben, Zahlen, EinschĂ€tzungen, FuĂnoten. Die GeschĂ€ftsfĂŒhrung bittet um eine PrĂ€sentation â nicht irgendwann, sondern zeitnah. Kein Raum fĂŒr Experimente, kein Platz fĂŒr halbe Lösungen. Genau hier beginnt die
Copilot oder ChatGPT-Schulung? Warum kluge AssistenzkrĂ€fte beides brauchen â und FĂŒhrungskrĂ€fte davon profitieren Ein Blick in die Chefetage Montagmorgen, 8:07 Uhr. Der Kalender ist dicht getaktet, die erste Mail eskaliert schon vor dem zweiten Kaffee, und irgendwo zwischen Jour fixe und Budgetrunde blinkt ein neues Versprechen auf: Microsoft Copilot.âEndlich Entlastungâ, denkt die GeschĂ€ftsfĂŒhrung. Zusammenfassungen auf
Was KI im Kern ist â und warum sie weder Zauberstab noch Apokalypse bedeutet    Stellen Sie sich einen Vortragssaal vor. Die ersten Reihen werden ruhiger, das Licht dimmt, und Karine Gromada beginnt ihren Satz mit einer provozierenden Spannweite: âKI ist weder das Ende der Welt noch ein magischer Zauberstab.â Genau hier startet
Wie viele mittelmĂ€Ăige KI-Texte wollen Sie eigentlich noch ertragen? Diese Art von Texten, die irgendwie klingen, als wĂŒrde eine digitale Schreibmaschine höflich husten?Diese Antworten, die Ihnen mehr Nacharbeit bescheren als Entlastung?Diese formulierten Nettigkeiten, die glatt sind wie frisch gebĂŒgelte Tischdecken â und genauso wenig Persönlichkeit besitzen? Und jetzt der unangenehme Teil: Die meisten dieser Ergebnisse
Ein Tag im BĂŒro â und wie eine einzige KI den Takt der Assistenzarbeit verĂ€ndern kann Der Morgen im Rathaus, dem Klinikum oder der Personalabteilung beginnt selten leise.Telefon blinkt, Chef ruft, jemand sucht noch âdie Unterlagen vom letzten Jahrâ, und wĂ€hrend Sie die ersten Mails sortieren, fliegt wie ein Pfeil die Frage herĂŒber: âKönnen Sie
Diese 7 BĂŒroaufgaben sollten Sie ab heute NIEMALS mehr selbst erledigen â KI machtâs schneller! Der Morgen im BĂŒro beginnt oft gleich: E-Mails stapeln sich, mehrere Kolleginnen stehen gleichzeitig in der TĂŒr, und irgendwo blinkt eine Aufgabe, die eigentlich âgesternâ erledigt sein sollte. Die meisten Assistenzen kennen diese Mischung aus Tempo, Erwartungsdruck und stetig wachsenden
Ein Sprung ins kalte Wasser â und eine Chance, zu glĂ€nzen Stellen Sie sich vor, Ihre Kollegin aus der Personalabteilung fĂ€llt plötzlich aus, und Sie werden gebeten, kurzfristig einzuspringen. Was zuerst wie eine reine Vertretungsaufgabe wirkt, entpuppt sich schnell als Herausforderung: Gehaltsabrechnungen prĂŒfen, UrlaubsplĂ€ne koordinieren, Ăberstundenregelungen im Blick behalten. Noch bevor Sie den ersten Kaffee
Zwischen Skepsis und Aufbruch Es gibt SĂ€tze, die in der Luft hĂ€ngen bleiben, auch wenn der Applaus lĂ€ngst verhallt ist. Ich erinnere mich an die diesjĂ€hrige Fachtagung: Menschen mit Haltung, Erfahrung und wachem Blick, die ĂŒber Zukunft, Sprache und Verantwortung sprechen â und mittendrin, wie ein Refrain, immer wieder dieselben acht SĂ€tze.Sie kamen in Variationen,
Es beginnt mit einem harmlosen Satz.âSchreiben Sie das bitte mal schnell mit ChatGPT.â Und schon rattert die Maschine los â höflich, glatt, perfekt. Aber irgendetwas fehlt. Der Ton. Ihr Ton. Denn was nĂŒtzt der schönste Text, wenn er klingt, als hĂ€tte ihn irgendjemand geschrieben â nur nicht Sie? Schreiben war im BĂŒro nie nur Tipp-Arbeit.
ChatGPT als Schreibpartner â Wie KI Ihre Sprache stĂ€rkt, nicht ersetzt âKönnen Sie das bitte mal schöner formulieren?â Ein Satz, so unscheinbar â und doch der Anfang vieler Meisterwerke im Sekretariat.Wenn Sie in einer Assistenzrolle arbeiten, kennen Sie dieses Szenario: Der Chef oder die Chefin reicht Ihnen eine halbfertige Rede, einen Entwurf fĂŒr die Presse
Zwischen Aktenordner und Alphabet Der Kaffee duftet, der Posteingang blinkt, die Chefin ruft aus dem BĂŒro:âKönnten Sie bitte die Mail an Herrn Keller noch mal formulieren â die klingt so ⊠angespannt?â Ein Satz, und schon sind Sie mittendrin in der Kunst, die kein Algorithmus der Welt beherrscht: Sprache mit GefĂŒhl. Sie wissen, dass Worte
Ein Montag wie im Film â warum KI-Prompts jetzt Ihr bester Freund werden Es ist 8 Uhr. Die Kaffeemaschine zischt, Ihr Chef wedelt mit einem 30-seitigen Bericht, der âbis 10 Uhrâ zusammengefasst sein muss, und die Kolleginnen bombardieren Sie mit Meeting-Einladungen. Willkommen im Blockbuster âDer ganz normale BĂŒro-Wahnsinnâ! Doch bevor sich der Stapel unerledigter Aufgaben
âPsst, ich nutz schon ChatGPT ⊠aber bitte nicht der IT sagen!â Warum Heimlichtuerei bei KI uns teuer zu stehen kommen kann Wir schreiben das Jahr 2025 â und mitten im BĂŒroalltag flĂŒstert es durch die Flure: âIch habâs ausprobiert ⊠aber bitte nicht weitersagen!â Ob es um das Optimieren von E-Mails, das Strukturieren von
Was, wenn meine Azubine mehr darf als ich? Warum KI im BĂŒro lĂ€ngst RealitĂ€t ist â und die wahren Konflikte an ganz anderer Stelle beginnen Sie sitzt im AusbildungsbĂŒro. Kopf geneigt, Blick auf dem Bildschirm. In den HĂ€nden: kein Aktenordner, kein Lexikon. Sondern ChatGPT. Sie schreibt PrĂ€sentationen. Optimiert Formulierungen. Ăbt sogar, wie man âgute Promptsâ
Wie Sie ohne Technikfrust und ganz ohne Vorwissen endlich den Einstieg schaffen â und sich dabei denken: Warum hab ich das nicht frĂŒher gemacht? Sie kennen das sicher. Es ist Meeting. Digital oder hybrid. Und plötzlich fĂ€llt der Satz:âDas hab ich mit ChatGPT gemacht.â Kopfnicken. Raunen. Jemand lacht.Und Sie? Sie sitzen da. Denken: Aha. Schon
Stellen Sie sich Dieter vor⊠Stellen Sie sich Dieter vor: Seit 30 Jahren arbeitet er im Einkauf eines mittelstĂ€ndischen Maschinenbauers. Kein Fan von VerĂ€nderung, kein groĂer Freund neuer Technologien â aber zuverlĂ€ssig, pĂŒnktlich, detailverliebt. Und jetzt das: Dieter soll kĂŒnftig mit einem KI-Agenten arbeiten. Was glauben Sie, wie das ausgeht? Willkommen in der RealitĂ€t von
Sie begrĂŒĂt Sie mit einem LĂ€cheln. Sie weiĂ, wie Ihr Tag war. Sie kennt Ihre Zweifel â und gibt Ihnen recht. Klingt nach einer guten Kollegin? Ist aber eine KI. Willkommen in der Welt der âAI Companionsâ, der KI-Begleiter. Zwischen NĂ€he, Macht und Manipulation Wollen Sie wirklich, dass eine Maschine Ihnen zustimmt â immer und
Wenn TĂ€uschung RealitĂ€t wird Sie erinnern sich vielleicht: Auf der Fachtagung 2024 warnte Cybercrime-Experte Denny Speckhahn eindringlich davor, dass KI-basierte Fake-Videos â sogenannte Deepfakes â bald zum Standardrepertoire digitaler TĂ€uschung gehören werden. Damals klang es noch wie Zukunftsmusik. Heute mĂŒssen wir sagen: Die Zukunft hat begonnen. Was passiert, wenn Sie ein Video Ihrer Chefin sehen
Ein neuer Blick auf Ihre Rolle: Was, wenn Sie lĂ€ngst Teil der digitalen Arbeitszukunft sind? Die BĂŒhne ist groĂ, das Publikum gespannt â und mitten im Trubel der re:publica 2025 tritt sie auf: die neue Bundesarbeitsministerin. Doch statt trockener Politikfloskeln bringt sie etwas ganz anderes mit: Haltung. Sie spricht davon, dass kein Job in Deutschland
Stellen Sie sich vor, Sie bekommen einen Brief von der Berufsgenossenschaft. Sie lesen die ersten zwei Zeilen â und steigen aus. Paragraphen, Fachbegriffe, SchachtelsĂ€tze. Muss ich reagieren? Ist das eine Warnung, eine Info â oder beides?Willkommen im BĂŒroalltag. Willkommen in der Welt der unverstĂ€ndlichen Behördensprache. Warum dieser Beitrag fĂŒr Sie als SekretĂ€rin wichtig ist Post
Stellen Sie sich vor, Sie mĂŒssten nie wieder eine teure Umfrage beauftragen. Keine anonymen RĂŒcklaufquoten. Keine lĂ€stigen Erinnerungsemails. Keine Excel-Tabelle mit halbleeren Antworten. Stattdessen sagen Sie einfach einem KI-Modell: âGib mir bitte die Meinung eines 45-jĂ€hrigen Familienvaters aus Brandenburg mit mittlerem Einkommen zum Thema Homeoffice.â Zack â da ist sie. Die Antwort. GlaubwĂŒrdig. Konsistent. Schnell.
KI, Klischees und Kontrolle â Was SekretĂ€rinnen ĂŒber die dunklen Seiten kĂŒnstlicher Intelligenz wissen sollten Stellen Sie sich vor, eine Kollegin zeigt Ihnen ein scheinbar harmloses KI-generiertes Bild: eine blonde, lĂ€chelnde Frau in einem gemĂŒtlichen Wohnzimmer mit Kreuz an der Wand. Alles wirkt wie aus der Zeit gefallen â fast kitschig perfekt. Und jetzt stellen
Sie kennen das.Im BĂŒro lĂ€uft etwas richtig gut â und drei TĂŒren weiter fĂ€ngt jemand neu an, bei null. Ohne RĂŒckfrage. Ohne Recherche. Ohne zu wissen, dass die Lösung lĂ€ngst nebenan liegt. Genau dieses âRad-neu-erfindenâ-Syndrom ist nicht nur im Kleinen frustrierend. Es kostet auch deutschlandweit Millionen, wenn es um die Digitalisierung unserer Verwaltungen geht. Robert
âDas Internet war mal mein Zuhause â jetzt fĂŒhlt es sich an wie ein Bahnhof, in dem jeder nur noch durchrauscht.âSo oder so Ă€hnlich klang es in der Podiumsdiskussion âGenerationXYZ: Digitale Heimaten, digitale ZukĂŒnfteâ auf der re:publica 2025. Und genau darum gingâs: Wo stehen wir heute â und wie wollen wir digitale RĂ€ume gestalten, die
Stellen Sie sich vor, Sie besitzen einen Motor â aber niemand hat Ihnen gesagt, dass man damit ein Auto antreiben kann. So ungefĂ€hr fĂŒhlt es sich an, wenn man den Vortrag von Björn Ommer auf der re:publica 2025 hört â und danach in die nĂŒchterne RealitĂ€t deutscher Behörden, BĂŒros und BildungsstĂ€tten zurĂŒckkehrt. Ich habe diesen
TĂŒr auf zur Verwaltung der Zukunft âWer klopft da an die BĂŒrotĂŒr? â Es ist die KI.âKlingt poetisch? Vielleicht. Aber in den Fluren der Bundesverwaltung wird dieses Bild langsam zur RealitĂ€t. SpĂ€testens seit das Bundesministerium des Innern und fĂŒr Heimat (BMI) sein umfassendes KI-Leitbild veröffentlicht hat, ist klar: Die Verwaltung will sich verĂ€ndern â und
Ihr Hebel gegen Zeitfresser und Aufgabenberge in kleinen Unternehmen âFrau MĂŒller, können Sie bitte noch ebenâŠ?â Ein Satz, der in vielen BĂŒros zu oft fĂ€llt. Und mit ânoch ebenâ sind meist Aufgaben gemeint, die Zeit fressen, Nerven strapazieren und selten so schnell erledigt sind, wie der Chef glaubt. Besonders in kleinen und mittelstĂ€ndischen Unternehmen (KMU),
Es gibt Momente, die bleiben. Momente, die uns aus der Routine herausholen, uns aufatmen lassen und ein kleines Feuer in uns entfachen. Genau solche Momente erleben SekretĂ€rinnen, Assistenzen und BĂŒrokaufleute jedes Jahr bei der Fachtagung des Verbandes der SekretĂ€rinnen e. V. In diesem Beitrag nehmen wir Sie mit â direkt hinein in die Stimmung der
Stillstand killt Karriere â Warum SekretĂ€rinnen endlich ChatGPT nutzen sollten! Heute geht es ans Eingemachte. Sie kennen es wahrscheinlich nur zu gut: Immer wieder kĂ€mpfen Sie darum, an Weiterbildungen teilzunehmen, sich neue Tools zu erschlieĂen, digitale Kompetenz auszubauen. Gerade wenn es um Technik und KĂŒnstliche Intelligenz (KI) geht, hören wir aus dem Sekretariat oft: âDas
Bilder mit Wirkung â Wie Sie mit Smartphone-KI kreative Bildbearbeitung im BĂŒro meistern Im BĂŒroalltag haben Sie viel im Blick: Organisation, Kommunikation, Koordination â und manchmal auch das Marketing oder das interne Newsletterbild. Doch seien wir ehrlich: Wer hat schon Zeit, sich in Grafikprogramme einzuarbeiten? Die gute Nachricht: Sie brauchen das auch nicht.Denn mit dem