Warum Gesundheit im Büro keine Verhandlungssache ist 

Wie kleine Veränderungen Großes bewirken können

Das Arbeitsumfeld vieler Sekretärinnen ist ein Drahtseilakt zwischen Multitasking, Organisation und Perfektion. Dabei wird oft übersehen, wie essenziell die Rahmenbedingungen sind, um langfristig gesund und zufrieden zu arbeiten. Unsere jüngste Umfrage hat gezeigt: Es gibt klare Wünsche und Bedürfnisse, die das Wohlbefinden im Job maßgeblich beeinflussen. Genau hier setzen wir an – mit unserem Workshop „Gesundheit und Wohlbefinden im Sekretariat gestalten“ auf der kommenden Fachtagung.

Der Status Quo: Was Sekretärinnen sich wünschen

Unsere Umfrage hat deutlich gemacht, dass es einige wiederkehrende Themen gibt, die Sekretärinnen besonders bewegen. Diese Wünsche und Bedürfnisse spiegeln nicht nur Herausforderungen im Berufsalltag wider, sondern zeigen auch, wo Unternehmen ansetzen können, um Arbeitsbedingungen und Wohlbefinden zu verbessern. Hier sind die fünf zentralen Bereiche, untermauert mit den Aussagen der Befragten:

1. Flexibilität und Arbeitszeitmodelle

Ein Wunsch, der in vielen Antworten hervorsticht, ist der nach größerer Flexibilität. Ob es um die Einführung einer 4-Tage-Woche, mehr Homeoffice oder flexible Pausenzeiten geht – Sekretärinnen möchten ihren Arbeitsalltag stärker an ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen können.

Beispiel aus der Umfrage: „Ich würde meine Arbeitszeit gerne besser unterbrechen können, z. B. für Facharztbesuche. Diese Flexibilität trägt sehr dazu bei, Berufs- und Privatleben unter einen Hut zu bekommen.“

Ein weiterer Wunsch: „Die Gleitzeit sollte wirklich Gleitzeit sein, mit der Möglichkeit, längere Mittagspausen zu machen, weil ich langsam esse und gerne noch eine Runde gehe.“

Viele der Befragten betonten, wie wichtig es ist, ihre Arbeitszeit autonomer gestalten zu können. Diese Flexibilität könnte nicht nur die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben fördern, sondern auch die Motivation steigern.

2. Ein ergonomischer Arbeitsplatz

Gesundheit beginnt am Arbeitsplatz – das wurde in der Umfrage besonders deutlich. Ein ergonomischer Stuhl, ein höhenverstellbarer Schreibtisch oder ein aufgeräumter, ruhiger Arbeitsbereich sind für viele Sekretärinnen keine Wünsche, sondern notwendige Grundlagen, um langfristig gesund zu bleiben.

Beispiel aus der Umfrage: „Ich hätte gerne einen höhenverstellbaren Schreibtisch und einen ergonomischen Stuhl passend zum Steharbeitsplatz sowie ein Büro ohne Durchgangsverkehr.“

Ein weiterer Wunsch: „Klimaanlage, regelmäßige Reinigung der Arbeitsräume und eine klare Zuweisung von Arbeitsplätzen würden meinen Alltag enorm verbessern.“

Auch innovative Ideen wie Laufbänder für mehr Bewegung oder mobile Massageangebote fanden Erwähnung. Es zeigt sich, dass Sekretärinnen bereit sind, neue Wege zu gehen, wenn sie die Möglichkeit dazu erhalten.

3. Stressreduktion und Wohlfühlfaktoren

Zeitdruck und ständige Unterbrechungen sind für viele Befragte belastend. Die Möglichkeit, Prioritäten klarer zu setzen und mehr Pausenräume oder Angebote zur Stressbewältigung zu haben, würde die Lebensqualität erheblich verbessern.

Beispiel aus der Umfrage: „Ich wünsche mir mehr Zeit für bestimmte Aufgaben und klare Priorisierungen durch die Vorgesetzten – oft sind die Aufgaben zu schwammig definiert.“

Ein weiterer Wunsch: „Regelmäßige Pausen und gesunde Snacks, zum Beispiel Obst oder gesunde Mittagessen in der Kantine, würden meinen Tag sehr viel angenehmer machen.“

Der Wunsch nach einem klaren Arbeitsrahmen, in dem Stressfaktoren minimiert werden, ist ein wiederkehrendes Thema. Besonders deutlich wurde auch der Bedarf an Maßnahmen, die die mentale Gesundheit unterstützen.

4. Kommunikation und Führung

Ein weiterer zentraler Punkt ist der Umgang mit Vorgesetzten und Kollegen. Wertschätzung, Offenheit und eine transparente Kommunikation wurden vielfach als wünschenswerte Veränderungen genannt. Ebenso ist der Wunsch nach besser geschulten Führungskräften präsent.

Beispiel aus der Umfrage: „Unsere Vorgesetzten sollten eine Schulung zur Mitarbeiterführung absolvieren – nicht als Zweitageskurs, sondern langfristig und intensiv.“

Ein weiterer Wunsch: „Gute Kommunikation und Transparenz zwischen Vorgesetzten und Sekretariat sowie mehr Wertschätzung meiner Arbeit würden enorm helfen.“

Viele Sekretärinnen fühlen sich durch mangelnde Anerkennung und schwache Führung im Stich gelassen. Schulungen für Vorgesetzte und regelmäßige Feedbackgespräche könnten hier helfen.

5. Teamspirit und Gemeinschaft

Der Wunsch nach mehr Zusammenhalt und Austausch im Team war ein besonders emotionaler Punkt. Sekretärinnen wünschen sich Möglichkeiten, den Teamgeist zu stärken und gemeinsame Ziele zu verfolgen.

Beispiel aus der Umfrage: „Mehr Teambuilding – wir müssen wieder lernen, zusammenzuarbeiten, statt in Einzelkämpfer-Manier zu agieren.“

Ein weiterer Wunsch: „Regelmäßige kurze Events zum Teambuilding innerhalb der Abteilung würden helfen, die gemeinsame Problemlösungskompetenz zu stärken.“

Auch der Austausch mit Kolleg*innen außerhalb der Abteilung wurde mehrfach angesprochen. Ob Teamevents, Kaffeerunden oder abteilungsübergreifende Treffen – das Bedürfnis nach Gemeinschaft und gegenseitigem Verständnis ist groß.

Die Quintessenz: Gesundheit und Wohlbefinden sind keine Zugaben, sondern Pflicht

Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen deutlich: Viele der geäußerten Wünsche sind keine außergewöhnlichen Extras, sondern Grundvoraussetzungen für einen gesunden und produktiven Arbeitsalltag. Sie betreffen Bereiche, die längst durch gesetzliche Regelungen wie das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) abgedeckt sein sollten – doch die Praxis hinkt oft hinterher. Arbeitgeber sind in der Pflicht, nicht nur die Mindeststandards zu erfüllen, sondern darüber hinaus aktiv für die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeitenden zu sorgen.

Arbeitsschutzgesetz: Was Arbeitgeber sicherstellen müssen

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) ist die gesetzliche Grundlage, die den Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten regelt. Viele der Wünsche, die in unserer Umfrage formuliert wurden, finden sich direkt oder indirekt in den Vorgaben des ArbSchG wieder:

Ergonomische Arbeitsplätze (§ 3 ArbSchG)

Arbeitgeber sind verpflichtet, die Arbeitsplätze so zu gestalten, dass keine Gesundheitsgefahren entstehen. Dazu gehören:

  • Ergonomische Bürostühle und höhenverstellbare Schreibtische, um Rückenleiden und Haltungsschäden vorzubeugen.Ausreichende Beleuchtung und gute Luftqualität, um das Wohlbefinden zu fördern.Maßnahmen gegen Lärm, der die Konzentration beeinträchtigen kann.

Realität: Viele Befragte berichten von veralteter Ausstattung, Lärm und unzureichender Ergonomie – klare Verstöße gegen die gesetzlichen Anforderungen.

Pausenzeiten und Erholung (§ 4 ArbSchG)

Das Gesetz schreibt regelmäßige Pausen und Erholungszeiten vor, die der Regeneration dienen sollen. Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass Mitarbeitende diese Pausen auch tatsächlich nehmen können.

    • Ein Beispiel aus der Umfrage: „Die Einhaltung der Pausenzeiten wäre erstrebenswert. Oft arbeiten wir durch, weil es keinen geregelten Pausenablauf gibt.“

    • Mögliche Lösung: Einrichtung von Pausenräumen und klar kommunizierte Pausenzeiten, ohne Telefondienst oder Störungen.

Realität: In vielen Unternehmen werden Pausen als „verschwendete Zeit“ wahrgenommen, und Mitarbeitende verzichten aus Zeitdruck darauf – ein klares Versäumnis.

Psychische Gesundheit (§ 5 ArbSchG)

Arbeitgeber müssen nicht nur körperliche, sondern auch psychische Belastungen bewerten und minimieren. Zeitdruck, unklare Prioritäten und mangelnde Wertschätzung können erheblich zur psychischen Belastung beitragen.

    • Ein Beispiel aus der Umfrage: „Ich wünsche mir mehr Wertschätzung und klare Kommunikation, um den Stress im Alltag zu reduzieren.“

    • Mögliche Lösung: Schulungen für Führungskräfte im Umgang mit Mitarbeitenden, Einführung von Stressmanagement-Programmen.

Realität: Psychische Gesundheit wird oft erst dann thematisiert, wenn Mitarbeitende ausfallen – präventive Maßnahmen sind selten.

Mitarbeiterbeteiligung (§ 4 ArbSchG)

Das Gesetz sieht vor, dass Mitarbeitende in die Gestaltung ihrer Arbeitsbedingungen einbezogen werden. Dieser Aspekt wird häufig vernachlässigt, obwohl er die Akzeptanz von Maßnahmen erheblich steigern könnte.

    • Ein Beispiel aus der Umfrage: „Ich würde mir wünschen, dass wir bei der Planung von Veränderungen mehr Mitspracherecht hätten.“

    • Mögliche Lösung: Einrichtung von Feedbackrunden oder regelmäßigen Befragungen zur Zufriedenheit am Arbeitsplatz.

Warum Gesundheit und Wohlbefinden keine Kür sind

Viele der Wünsche aus der Umfrage – wie ergonomische Möbel, flexible Pausenzeiten oder klare Kommunikation – sollten längst Standard sein. Sie tragen nicht nur zur Erfüllung gesetzlicher Pflichten bei, sondern steigern auch nachweislich die Produktivität und Zufriedenheit der Mitarbeitenden.

Die Vorteile für Arbeitgeber:

Reduktion von Krankheitstagen: Ergonomische Arbeitsplätze und weniger Stress führen zu weniger Fehlzeiten.

Steigerung der Produktivität: Zufriedene Mitarbeitende arbeiten motivierter und effizienter.

Attraktivität als Arbeitgeber: Unternehmen, die Gesundheit und Wohlbefinden fördern, ziehen Talente an und binden bestehende Mitarbeitende.

Ein gemeinsamer Auftrag

Es liegt nicht nur an den Arbeitgebern, sondern auch an den Mitarbeitenden, aktiv zu werden. Der Austausch von Bedürfnissen, die Forderung nach besseren Bedingungen und der Mut, Missstände anzusprechen, sind entscheidend.

Was Arbeitgeber konkret tun können:

Regelmäßige Überprüfung der Arbeitsbedingungen und Anpassung an aktuelle Standards.

Einrichtung eines Ansprechpartners oder einer Abteilung für Gesundheit am Arbeitsplatz.

Transparente Kommunikation über Maßnahmen und Einbindung der Mitarbeitenden in die Planung.

Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz dürfen nicht länger als Privileg gesehen werden, sondern müssen als grundlegende Verantwortung jedes Unternehmens anerkannt werden. Denn nur so können Sekretärinnen und alle anderen Mitarbeitenden ihr volles Potenzial entfalten – für sich selbst und für das Unternehmen.

Was bedeutet das für den Alltag?

Gesundheit und Wohlbefinden sind keine Luxusgüter, sondern grundlegende Voraussetzungen für leistungsfähige Mitarbeitende. Ein schlechter Stuhl kann zu Rückenschmerzen führen, mangelnde Wertschätzung demotiviert, und unflexible Arbeitszeiten erschweren die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Doch die gute Nachricht ist: Mit den richtigen Maßnahmen lassen sich diese Herausforderungen meistern. Kleine Veränderungen können dabei Großes bewirken.

Von Wunschdenken zur Wirklichkeit: So können Veränderungen aussehen

Unsere Expertin die Präventologin Doreen Mende zeigt in unserem Workshop, wie Sie direkt an Ihrem Arbeitsplatz für mehr Gesundheit und Zufriedenheit sorgen können. Hier ein Ausblick auf die wichtigsten Inhalte:

1. Flexibilität für mehr Lebensqualität

Wie kann Gleitzeit individuell umgesetzt werden?

Welche Vorteile bringt ein Hybridmodell aus Homeoffice und Büropräsenz?

Wie Sie Ihre Pausenzeiten effizient nutzen können, um langfristig Energie zu sparen.

2. Ergonomischer Arbeitsplatz – die Basis für Gesundheit

Welche Möbel und Hilfsmittel wirklich einen Unterschied machen.

Die besten Tipps für eine korrekte Sitzhaltung und kleine Bewegungsübungen im Büroalltag.

Technik, die Ihren Arbeitsalltag erleichtert: Vom höhenverstellbaren Tisch bis zu intuitiver Software.

3. Stressmanagement im Alltag

Wie Sie klare Prioritäten setzen und dabei souverän bleiben.

Achtsamkeit und kleine Entspannungsübungen, die auch bei viel Trubel funktionieren.

Umgang mit Zeitdruck und unerwarteten Aufgaben.

4. Kommunikation und Führung: Eine Frage des Stils

Warum Feedbackgespräche entscheidend für Ihr Wohlbefinden sind.

Wie Sie durch offene Gespräche mit Kollegen und Vorgesetzten eine bessere Zusammenarbeit schaffen.

Wege zu mehr Wertschätzung im Team.

5. Teambuilding und Wohlfühlkultur

Gemeinsam statt einsam: Strategien, um den Teamgeist zu stärken.

Welche Rolle Teamevents für das Miteinander spielen und wie Sie diese selbst organisieren können.

Wie Dankbarkeit und Anerkennung den Arbeitsalltag bereichern.

Warum es so wichtig ist, aktiv zu werden

Die Rahmenbedingungen mögen nicht immer ideal sein, aber genau deshalb ist es entscheidend, Verantwortung für das eigene Wohlbefinden zu übernehmen.

1. Eigeninitiative zahlt sich aus

Wer selbst den ersten Schritt macht, zeigt nicht nur Engagement, sondern legt den Grundstein für Veränderungen. Egal, ob es darum geht, den Wunsch nach einem höhenverstellbaren Schreibtisch zu äußern, sich für regelmäßige Pausen einzusetzen oder mit Kolleg*innen eine kurze Bewegungsrunde zu starten – kleine Aktionen machen den Unterschied.

2. Wissen ist Macht

Informierte Mitarbeitende sind in der Lage, fundierte Argumente für Veränderungen vorzubringen. Kennen Sie beispielsweise die gesundheitlichen Vorteile eines ergonomischen Arbeitsplatzes? Wissen Sie, wie flexible Arbeitszeiten nicht nur Ihnen, sondern auch der Produktivität des Unternehmens zugutekommen? Je besser Sie informiert sind, desto überzeugender können Sie Ihre Anliegen präsentieren.

3. Austausch inspiriert

Der Blick über den Tellerrand ist eine der wertvollsten Ressourcen, die Sie haben. Der Austausch mit anderen Sekretärinnen – sei es bei Fachtagungen, in Netzwerken oder in Ihrem eigenen Unternehmen – liefert neue Perspektiven und zeigt, welche Lösungen in anderen Arbeitsumfeldern bereits erfolgreich umgesetzt wurden.

4. Gemeinschaft stärkt

Veränderungen sind oft leichter, wenn sie gemeinsam angegangen werden. Sprechen Sie mit Kolleg:innen über Ihre Bedürfnisse und Wünsche. Vielleicht teilen andere die gleichen Herausforderungen, und zusammen lässt sich mehr bewirken. Teamevents oder Austauschformate können hier wertvolle Plattformen bieten.

Der Blick über den Tellerrand

Sich aus der Komfortzone zu wagen und Neues zu entdecken, erfordert Mut – doch es lohnt sich! Die Teilnahme an Fachtagungen oder Workshops eröffnet neue Horizonte. Sie lernen, wie andere mit ähnlichen Herausforderungen umgehen, erhalten praxiserprobte Tipps und können die besten Ansätze für sich adaptieren.

Auch die Digitalisierung bietet viele Chancen: Warum nicht einmal ein KI-Tool ausprobieren, um Ihre Aufgaben effizienter zu erledigen? Oder moderne Software einsetzen, die Ihnen die Arbeit erleichtert? Bleiben Sie offen für Innovationen – sie könnten die Lösung für viele Ihrer Alltagsprobleme sein.

Ein Aufruf zum Handeln

Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz fallen nicht vom Himmel – sie sind das Ergebnis von Engagement, Austausch und dem Mut, Veränderungen zu fordern und mitzugestalten. Nutzen Sie die Chancen, die sich Ihnen bieten, und seien Sie bereit, Ihre Komfortzone zu verlassen.

Denn eines ist klar: Nur wer aktiv wird, hat die Möglichkeit, langfristig etwas zu verändern. Tauschen Sie sich aus, bleiben Sie informiert und nehmen Sie die Gestaltung Ihres Arbeitsalltags in die eigenen Hände. Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden sind es wert!

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Viele der hier behandelten Inhalte entstehen aus dem Austausch mit Teilnehmenden der Fachtagungsreihe des Verbands der Sekretärinnen. Sie spiegeln Fragen, Erfahrungen und Entwicklungen aus dem Büroalltag rund um das Thema Gesundheit im Sekretariat wider. 

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