#ThrowbackThursday: Fachtagung der Sekretärinnen 2006 in #Frankfurt (Oder) 

15 Jahre Verband – ein Jubiläum, das unterwegs stattfand

Im Jahr 2006 feierte der Verband der Sekretärinnen und Sekretäre e. V. sein 15-jähriges Bestehen. Gegründet 1991, in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher und beruflicher Umbrüche, hatte sich der Verband längst als fachliche Stimme für das Sekretariat etabliert.

Dieses Jubiläum wurde nicht mit einem zentralen Festakt begangen. Stattdessen entschied man sich für eine Fachtagungsreihe, die sich bewusst auf den Weg machte – hinaus in die Regionen, dorthin, wo die Teilnehmenden arbeiteten und lebten.

Potsdam, Magdeburg, Schwerin, Rostock, Cottbus, Frankfurt (Oder) und Dresden bildeten die Stationen dieser Reise. Sieben Städte, sieben Termine, sieben Gelegenheiten, Weiterbildung nahbar und erreichbar zu gestalten.

Der Gedanke dahinter war ebenso pragmatisch wie wertschätzend. Kurze Anfahrtswege, überschaubare Kosten und ein ganzer Tag Zeit zum Lernen sollten Hürden abbauen, nicht neue schaffen.

Gerade im Jubiläumsjahr wurde damit deutlich, wofür der Verband stand. Nicht für Distanz, sondern für Nähe, nicht für Inszenierung, sondern für Substanz.

Die Fachtagung war damit weniger ein Rückblick auf Erreichtes als ein klares Zeichen für Kontinuität. Lernen, Austausch und Professionalisierung blieben auch nach 15 Jahren der rote Faden.

„Das Sekretariat spricht für die Firma“ – ein Leitsatz mit Gewicht

Das zentrale Thema der Fachtagungsreihe lautete: „Das Sekretariat spricht für die Firma“. Bereits diese Formulierung zeigt, wie klar die Rolle des Sekretariats im Jahr 2006 gedacht wurde.

Hier ging es nicht um unterstützende Tätigkeiten im Hintergrund. Es ging um Verantwortung, um Wirkung und um die Erkenntnis, dass Kommunikation im Sekretariat unmittelbare Außenwirkung entfaltet.

Der Leitsatz stellte das Sekretariat in den Mittelpunkt unternehmerischer Wahrnehmung. Wer Anrufe entgegennimmt, Termine koordiniert, Informationen filtert und weitergibt, prägt das Bild des gesamten Unternehmens.

Diese Perspektive war 2006 alles andere als selbstverständlich. Umso deutlicher zeigt sie den Anspruch des Verbandes, das Berufsbild fachlich und kommunikativ weiterzuentwickeln.

Die Fachtagung griff diesen Anspruch konsequent auf. Sie verband persönliche Reflexion, strukturelle Qualitätsthemen und Fragen der Wirkung zu einem stimmigen Ganzen.

Dabei blieb der Ton sachlich und praxisnah. Nicht theoretische Modelle, sondern konkrete Alltagssituationen bildeten den Ausgangspunkt.

Das Jubiläum zeigte sich hier nicht in Zahlen oder Festreden. Es zeigte sich in der Klarheit der Themenwahl und in der Haltung, mit der das Sekretariat betrachtet wurde.

Ein ganzer Tag für Haltung, Qualität und Kommunikation

Der Ablauf der Fachtagung folgte einer klaren dramaturgischen Linie. Der Vormittag begann mit dem Thema „Ihre Meinung zählt“ und richtete den Blick bewusst nach innen.

In diesem Block stand die eigene Rolle im Mittelpunkt. Teilnehmende reflektierten ihre Arbeitssituation, ihre Wirkung und ihre kommunikativen Spielräume im beruflichen Alltag.

Rhetorik und Meinungsbildung wurden dabei nicht als Selbstzweck verstanden. Sie galten als Werkzeuge, um im Sekretariat klar, souverän und wirksam zu agieren.

Nach der Mittagspause verlagerte sich der Fokus auf strukturelle Fragen. Qualitätsmanagement im Sekretariat rückte Prozesse, Standards und Organisation in den Vordergrund.

Qualität wurde dabei als kontinuierlicher Prozess verstanden. Serviceorientierung, Verlässlichkeit und klare Abläufe galten als zentrale Erfolgsfaktoren.

Den Abschluss bildete die Typ- und Farbberatung. Kleidung und Farbe wurden als Teil nonverbaler Kommunikation behandelt, nicht als oberflächliches Styling.

Der Tag spannte damit einen Bogen von innerer Haltung über fachliche Struktur bis zur äußeren Wirkung. Genau diese Kombination verlieh der Fachtagung ihre Tiefe.

Regionale Nähe als strategische Entscheidung

Ein zentrales Merkmal der Fachtagungsreihe war ihre regionale Ausrichtung. Der Verband entschied sich bewusst gegen ein zentrales Großformat und für mehrere Termine vor Ort.

Diese Entscheidung war mehr als organisatorische Bequemlichkeit. Sie war Ausdruck eines Verständnisses von Weiterbildung, das die Lebensrealität der Teilnehmenden ernst nahm.

Wenig Fahrtkosten, überschaubarer Zeitaufwand und ein klar strukturierter Lerntag machten die Teilnahme realistisch. Lernen sollte möglich sein, ohne zusätzliche Belastung.

Gleichzeitig entstanden regionale Netzwerke. Teilnehmende aus ähnlichen beruflichen Kontexten kamen ins Gespräch und tauschten Erfahrungen aus.

Diese Vernetzung war kein offizieller Programmpunkt, sondern ein natürlicher Nebeneffekt. Gerade darin lag ihre Stärke.

Das Jubiläum wurde so nicht zentral gefeiert, sondern vielfach erlebt. In Gesprächen, in Seminarräumen, in Pausen und Diskussionen.

Fünfzehn Jahre nach der Gründung zeigte sich der Verband damit konsequent in seiner Haltung. Weiterbildung blieb kein Privileg, sondern ein Angebot auf Augenhöhe.

Schlussbild

2006 war kein lautes Jubiläumsjahr. Es war ein klares.

Ein Jahr, das zeigte, dass Beständigkeit nicht im Stillstand liegt, sondern in der Fähigkeit, nah bei den Menschen zu bleiben, für die man arbeitet.

Auch in Frankfurt (Oder) gab es 2006 eine Glücksfee und eine Gewinnerin.

Viele der hier behandelten Inhalte entstehen aus dem Austausch mit Teilnehmenden der Fachtagungsreihe des Verbands der Sekretärinnen. Sie spiegeln Fragen, Erfahrungen und Entwicklungen aus dem Büroalltag wider. 

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Viele der hier behandelten Inhalte entstehen aus dem Austausch mit Teilnehmenden der Fachtagungsreihe des Verbands der Sekretärinnen. Sie spiegeln Fragen, Erfahrungen und Entwicklungen aus dem Büroalltag wider. 

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