🩺 Krank zur Arbeit? So handeln Profis – bevor’s das ganze Büro erwischt! 

Früher sind wir auch mit Schnupfen arbeiten gegangen – und haben’s überlebt. Oder?

Früher, ja – da galt ein leichtes Kratzen im Hals als Beweis für Einsatzbereitschaft. Man kam hustend ins Büro, nannte das „Teamgeist“ und legte stolz den Taschentuchberg als Trophäe neben die Kaffeetasse. Wer sich krankmeldete, galt als Weichei, und wer blieb, als Fels in der Brandung. Heute wissen wir: Der Fels war infektiös, und die Brandung hieß Ansteckungskette.

Aber Hand aufs Herz – auch Sie haben wahrscheinlich schon einmal gedacht: „Ach, das bisschen Schnupfen…“ Und ehe man sich versieht, sitzt man mit fiebrigen Wangen im Zoom-Meeting und niest in die Kamera, während Kolleginnen sich stummschalten – nicht aus Rücksicht, sondern aus Selbstschutz.

Der Satz „Früher sind wir auch mit Schnupfen arbeiten gegangen“ ist kein Ausdruck von Stärke, sondern ein Relikt aus einer Zeit, in der Gesundheit Nebensache war. Und genau das müssen wir heute anders machen – nicht nur für uns selbst, sondern für das gesamte Büro.

  

Pflichtbewusstsein oder Selbstsabotage? Der Mythos vom „Ich muss funktionieren“

Krank zur Arbeit zu kommen ist kein Zeichen von Engagement – es ist oft ein stiller Hilferuf. Viele Beschäftigte, besonders in Assistenz- und Sekretariatsrollen, spüren einen enormen Loyalitätsdruck. „Wenn ich fehle, läuft hier gar nichts“, sagen sie – und gehen hustend ans Telefon.
Was als Verantwortungsgefühl beginnt, endet oft in einer Spirale aus Überlastung, Schuldgefühlen und – ironischerweise – noch mehr Arbeit: Denn wer krank arbeitet, wird langsamer, macht Fehler und steckt andere an.

Laut einer Studie des Bundesministeriums für Arbeit zeigt sich in jedem dritten Unternehmen sogenannter Präsentismus – das Arbeiten trotz Krankheit. Und wer einmal damit beginnt, findet nur schwer wieder heraus.
Warum? Weil viele Organisationen Krankheit noch immer als Abwesenheit von Leistung betrachten, nicht als notwendige Voraussetzung für nachhaltige Produktivität.

Doch die Wahrheit ist: Gesundheit ist keine Privatsache mehr – sie ist Kulturfrage.
Wenn der Arbeitsplatz signalisiert: „Hier darf man auch mal fehlen“, dann entsteht Vertrauen.
Wenn er hingegen flüstert: „Hier bleibt man, bis man umfällt“, dann wird aus Engagement Zynismus.

   

Präsentismus in einer zunehmend mobilen Arbeitswelt

Techniker Krankenkassehttps://www.tk.de › dossier-praesentismus-data

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Dossier 2022 – Präsentismus in einer zunehmend mobilen Arbeitswelt – Datenanalyse und aktuelle Studienlage 2022. Herausgeber: Techniker.


Zwischen Verantwortung und Risiko – was Sie tun, wenn Kolleg:innen krank erscheinen

Stellen Sie sich vor, Montagmorgen. Ihre Kollegin steht im Türrahmen – blass, mit Halstuch und dem Satz: „Ich wollte eigentlich zu Hause bleiben, aber die Unterlagen für den Chef…“
Was tun Sie jetzt?

  • Mitleidig lächeln?

  • Schweigend hoffen, dass Sie nicht neben ihr sitzen müssen?

  • Oder freundlich, aber klar sagen: „Gehen Sie bitte nach Hause, wir regeln das!“

Viele Assistenzkräfte erleben genau diesen Moment als Dilemma. Sie wissen, dass Rücksicht geboten ist – aber sie wollen nicht „die Oberlehrerin“ spielen. Dabei ist gerade das richtige Ansprechen Ausdruck echter Professionalität.


Ein Satz wie:
„Ich sehe, dass es Ihnen nicht gut geht – bitte kurieren Sie sich lieber aus, sonst erwischt es uns alle.“ ist weder belehrend noch übergriffig. Er zeigt Fürsorge und Verantwortungsbewusstsein.

Übrigens: Studien zeigen, dass Menschen, die offen auf Krankheit angesprochen werden, eher bereit sind, sich wirklich zu schonen, wenn sie dabei kein schlechtes Gewissen haben müssen. Das ist die kleine, aber entscheidende psychologische Brücke zwischen Empathie und Effizienz.

  

Warum das Sekretariat mehr Einfluss hat, als viele glauben

Im Büro ist die Assistenz oft der soziale Seismograph: Sie spüren, bevor der Chef es merkt, wenn im Team etwas nicht stimmt.
Und ja – auch bei Krankheitskultur.
Ob jemand mit Erkältung tapfer „durchzieht“ oder verantwortungsvoll zu Hause bleibt, hängt oft davon ab, wie das Umfeld reagiert.
Wenn Sie als erfahrene Fachkraft sagen:

„Bleiben Sie lieber zu Hause – wir schaffen das hier auch ohne Sie,“
dann senden Sie eine Botschaft, die weit über diesen Moment hinausgeht. Sie machen Gesundheit sichtbar – als gemeinsamen Wert.

Denn was nützt der schönste Desinfektionsspender, wenn die Haltung im Büro noch aus der Zeit stammt, als man mit Fieberprotokoll an Meetings teilnahm?

   

BMAShttps://www.bmas.de › Startseite › Arbeit › Arbeitsschutz

Im klassischen Arbeitsschutz sind die Grundpflichten des Arbeitgebers in Rechtsvorschriften geregelt. In einem modernen, wettbewerbsfähigen Betrieb gehört es zu ...

    

Kommunikation mit Fingerspitzengefühl – wie Sie ansprechen, ohne anzuecken

Reden über Krankheit ist wie das Öffnen eines Fensters im Winter: notwendig, aber unangenehm. Zu direkt – und Sie riskieren, den anderen zu verletzen. Zu vorsichtig – und es bleibt stickig.
Doch genau hier liegt die Kunst: professionell, empathisch und klar zu bleiben.

Wie gelingt das?
Erstens: Wählen Sie den richtigen Moment. Kein Gespräch über Rotz und Husten zwischen Tür und Drucker. Suchen Sie einen ruhigen Augenblick, idealerweise unter vier Augen.
Zweitens: Formulieren Sie Wahrnehmung statt Urteil.

„Mir fällt auf, dass Sie heute ziemlich angeschlagen wirken.“
Das ist neutral, respektvoll – und öffnet die Tür zu einem Gespräch.
Drittens: Bleiben Sie lösungsorientiert.
„Wir könnten die Aufgabe verschieben oder die Kollegin übernimmt heute den Termin.“

Die meisten reagieren erleichtert, wenn jemand ausspricht, was ohnehin alle denken. Schweigen hingegen fördert den sozialen Druck – und der ist das wahre Virus in modernen Büros.

 

Das unausgesprochene Gesetz: Niemand darf fehlen

Es gibt Büros, in denen Krankheit nicht in den Kalender passt. Dort kursiert ein stilles Gesetz: „Fehlen ist Schwäche.“ Wer hustet, bleibt. Wer bleibt, wird gelobt – und wer sich schont, muss sich rechtfertigen.
Ironisch, oder? Gerade in den Berufen, in denen Fürsorge, Organisation und Kommunikation so zentral sind, fehlt oft das Verständnis für die eigene Gesundheit.

Dabei ist Präsentismus nicht nur ein persönliches Risiko – er kostet Unternehmen Millionen.
Laut einer Untersuchung der Techniker Krankenkasse sinkt die Produktivität bei krank arbeitenden Mitarbeitenden um bis zu 40 Prozent.
Rechnen Sie das auf ein kleines Team hoch, und Sie verstehen, warum sich im Büroalltag ein unsichtbarer Kostenfaktor eingeschlichen hat: Pflichtgefühl ohne Pause.

Hier können gerade Sekretärinnen und Bürokaufleute zum Gamechanger werden.
Sie koordinieren, beobachten und setzen Standards.
Wenn sie konsequent mit gutem Beispiel vorangehen, verändert das das gesamte Betriebsklima – leiser, aber wirkungsvoller als jede Gesundheitskampagne.

  

Gesundheitskultur ist Chefsache – und Teamaufgabe

Führungskräfte reden gern von „Resilienz“ und „Work-Life-Balance“. Aber wenn die Assistenz mit Fieber die Vorstandssitzung vorbereitet, ist jedes Schlagwort nur heiße Luft.
Gesundheitskultur entsteht nicht durch Plakate mit Vitamintipps, sondern durch Verhalten im Alltag.

Das bedeutet:

  • Der Chef geht selbst nach Hause, wenn er krank ist.

  • Die Assistenz plant Pufferzeiten ein und priorisiert Aufgaben realistisch.

  • Kolleg:innen vertreten einander – ohne schlechtes Gewissen, ohne Heldentum.

Diese kleinen Gesten schaffen Vertrauen.
Denn Vertrauen ist das wahre Gegenmittel gegen Präsentismus.

Ein Beispiel aus der Praxis:
In einem mittelständischen Unternehmen in Thüringen führte die Personalreferentin eine „Schnupfenregel“ ein: Wer mehr als zwei Mal niest, darf nach Hause gehen – ohne Diskussion.
Klingt banal? Seitdem sind die Krankheitswellen dort um fast ein Drittel zurückgegangen.

Manchmal braucht Wandel nur ein bisschen Humor – und die Erlaubnis, Mensch zu sein.

   

Tabu Krankheit? Schluss damit!

„Ich will keine Umstände machen.“
„Ich bin ja fast wieder fit.“
„Es ist nur der Pollenflug.“
Diese Sätze sind der verbale Dauerhusten des deutschen Arbeitslebens.

Wir sprechen über alles – nur nicht darüber, wie es uns wirklich geht.
Dabei wäre Offenheit die beste Prävention.
Denn wer frühzeitig sagt: „Ich fühle mich heute nicht wohl, ich arbeite lieber von zu Hause“, verhindert nicht nur eigene Verschleppung, sondern auch Ausfälle im Team.

Das ist keine Schwäche – das ist professionelles Selbstmanagement.
Oder anders gesagt: Die Fähigkeit, Grenzen zu setzen, ist im 21. Jahrhundert die neue Form der Stärke.

Wenn wir Krankheit endlich enttabuisieren, entsteht ein Arbeitsplatz, an dem Leistungsfähigkeit und Menschlichkeit nicht länger Gegensätze sind.

    

   

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Zwischen Empathie und Effizienz – eine Balance, die trainiert werden kann

Gesund führen heißt nicht, jeden Husten zum Drama zu machen.
Es bedeutet, sensibel zu sein – und konsequent, wenn’s nötig ist.
Sie können z. B. einmal im Monat ein kurzes „Gesundheits-Check-in“ im Team einführen:
Wie geht’s uns? Was brauchen wir, um gut zu arbeiten?

Diese Routine stärkt das Wir-Gefühl, ohne in Wellness-Talk zu verfallen.
Und sie erinnert alle daran: Wir sind Menschen, keine Maschinen.

    

Was tun, wenn jemand krank zur Arbeit kommt? – Ihr Praxisleitfaden

Die Szene kennen Sie: Sie betreten das Büro, öffnen die Fenster, der Duft von Kaffee liegt in der Luft – und dann hören Sie es. Ein heiseres „Guten Morgen“ aus der Ecke. Nase rot, Stimme kratzig, Husten tief.
Sie denken: Nicht schon wieder!
Und schon stehen Sie vor der Entscheidung: Ansprechen oder ignorieren?

Damit Sie künftig souverän und professionell reagieren können, finden Sie hier eine kleine Übersicht, die den Unterschied zwischen peinlicher Stille und verantwortungsbewusstem Handeln markiert.

   

Handlungsmöglichkeiten bei Krankheit im Büro

Situation Mögliche Reaktion Ziel / Wirkung
Kolleg:in erscheint sichtlich krank „Sie wirken heute nicht fit – wäre es möglich, dass Sie sich ausruhen und wir das Nötigste übernehmen?“ Wertschätzend, empathisch, ohne Bewertung – signalisiert Rückhalt und Verantwortung
Chef oder Führungskraft kommt krank ins Büro „Ich schätze Ihren Einsatz, aber vielleicht wäre es klüger, sich zu schonen – Sie wissen ja, ohne Sie steht das Büro sonst bald ganz still.“ Diplomatische Ansprache nach oben, zeigt Loyalität und Weitblick
Kundentermine trotz Krankheit geplant „Wollen wir den Termin digital durchführen oder verschieben? Ich übernehme gern die Kommunikation.“ Verhindert Ansteckung, zeigt Organisationstalent
Homeoffice möglich, aber nicht angeboten „Wenn es Ihnen recht ist, können Sie heute im Homeoffice bleiben – ich koordiniere die Abläufe hier vor Ort.“ Bietet Lösung statt Kritik, stärkt Vertrauen
Wiederholter Präsentismus „Mir ist aufgefallen, dass Sie in letzter Zeit öfter krank arbeiten. Wollen wir gemeinsam überlegen, wie wir Sie entlasten können?“ Öffnet Gespräch über Ursachen (Arbeitsdruck, Vertretungslücken etc.)

Diese Art von Kommunikation ist kein Luxus, sondern Ausdruck professioneller Fürsorge. Denn jede empathische Rückfrage wirkt doppelt: Sie schützt andere und stärkt die Unternehmenskultur.

Wenn Fürsorge auf Grenzen trifft – der Selbstschutz der Profis

Es ist nicht Ihre Aufgabe, Diagnosen zu stellen.
Aber es ist Ihre Verantwortung, Rahmenbedingungen zu schaffen, die Gesundheit ermöglichen.
Das bedeutet: Wenn jemand krank zur Arbeit kommt und alle Regeln ignoriert, dürfen Sie auch klar werden.

Ein Satz wie:

„Ich möchte, dass wir hier alle gesund bleiben – bitte kurieren Sie sich richtig aus.“
wirkt respektvoll, aber deutlich.

Oder – wenn Sie eine Position mit Koordinationsaufgaben innehaben:

„Ich entscheide, dass Sie heute nicht mehr bleiben müssen. Bitte gehen Sie nach Hause.“

Klingt streng? Vielleicht.
Aber Führung ohne Fürsorge ist nur Organisation.

Sie schützen nicht nur die Kolleg:innen, sondern auch sich selbst.
Denn wer ständig Rücksicht nimmt, ohne Grenzen zu ziehen, riskiert irgendwann, selbst auf der Krankschreibungsbank zu landen.

Erstellen Sie gemeinsame Regeln mit der Chefetage oder fragen Sie in der Personalabteilung nach vorhandenen Regeln nach

Delegation ist keine Schwäche – sondern gesunde Klugheit

Viele Sekretariatskräfte haben ein überdurchschnittlich starkes Pflichtgefühl. „Ich mache das schnell noch fertig“, ist fast ein Mantra.
Doch echte Professionalität zeigt sich nicht darin, alles selbst zu erledigen, sondern darin, Arbeit so zu organisieren, dass sie auch ohne Sie läuft.

Erstellen Sie eine kleine Checkliste:

  1. Wer kann im Krankheitsfall welche Aufgaben übernehmen? (in OneNote dokumentieren)

  2. Welche Dokumente sollten jederzeit zugänglich sein (z. B. über OneNote oder Teams)?

  3. Gibt es Vertretungsregeln – und sind sie bekannt?

Je klarer diese Prozesse sind, desto weniger Druck entsteht, „trotz allem“ zu kommen.
Das reduziert nicht nur Krankheitsrisiken, sondern erhöht auch das Vertrauen im Team.

Ein Büro, das funktioniert, weil man sich gegenseitig Freiraum lässt – das ist das wahre Zeichen von Professionalität.

   

Die stille Sprache der Wertschätzung

Manchmal genügt ein einfaches „Gute Besserung“, um eine Kultur der Fürsorge zu prägen.
Oder ein kurzer Eintrag im Team-Chat:

„Wir wünschen dir schnelle Genesung – und übernehmen den Rest!“

Solche Gesten wirken stärker als jede Gesundheitskampagne.
Sie zeigen, dass niemand sich rechtfertigen muss, weil er Mensch ist.

Denn das Gegenteil von Schwäche ist nicht Stärke.
Es ist Einsicht.
Und Einsicht beginnt dort, wo wir erkennen: Gesundsein ist keine Pflicht – aber gesund bleiben ist Verantwortung.

💡Lesen Sie dazu auch: Stressmanagement im Sekretariat

💡Oder entdecken Sie: Gesunde Führung im Büro

   

Schlussgedanke – Warum echte Stärke manchmal im Nein-Sagen liegt

Gesundheit im Büro beginnt nicht mit Tabletten, sondern mit Haltung.
Mit der Haltung, dass Fürsorge kein Luxus, sondern Führungsqualität ist.
Dass Nein-Sagen kein Affront, sondern eine Investition in Zukunft ist.

Denn wer heute krank bleibt, verhindert, dass morgen drei andere ausfallen.
Das ist kein Egoismus – das ist Weitsicht.
Und Weitsicht ist die eleganteste Form der Professionalität, die eine Assistenz zeigen kann.

Vielleicht klingt es banal, doch genau hier entscheidet sich die Kultur eines Unternehmens:
zwischen dem reflexhaften „Ich zieh das durch“ und dem mutigen „Ich pausiere, damit wir alle durchhalten“.
In diesem kurzen Moment liegt die Zukunft des Arbeitens – und Ihrer eigenen Lebensqualität.

Also: Wenn morgen wieder jemand hustend im Büro steht – fragen Sie nicht, wer übernimmt die Arbeit?,
sondern wer übernimmt Verantwortung?

   

5 häufige Fragen rund um Krankheit im Büro

    

1. Was darf ich als Kollegin sagen, ohne übergriffig zu wirken?

Bleiben Sie bei Beobachtungen, nicht bei Diagnosen.
Ein Satz wie „Mir fällt auf, dass Sie heute sehr blass wirken“ ist respektvoll und öffnet Gesprächsraum.
Vermeiden Sie Wertungen („Sie hätten zu Hause bleiben sollen“) – das erzeugt Abwehr statt Einsicht. 

   

2. Wie spreche ich meinen Chef oder meine Chefin auf Krankheit an?

Nutzen Sie diplomatische Wertschätzung:
„Ich weiß, Sie wollen, dass alles läuft – genau deshalb sollten Sie sich heute schonen.“
So würdigen Sie Einsatzbereitschaft und platzieren zugleich einen Impuls zur Selbstfürsorge.

    

3. Darf ich Kolleg:innen nach Hause schicken, wenn ich keine Führungsposition habe?

Formell nein, praktisch ja – durch soziale Einflussnahme.
Sie können vorschlagen, Aufgaben umzuverteilen, oder auf Team-Regeln verweisen („Wir bleiben nur gesund, wenn wir Rücksicht nehmen“).
So handeln Sie wirksam, ohne Befugnisse zu überschreiten.

    

4. Wie kann ich verhindern, dass Präsentismus im Team zur Norm wird?

Fangen Sie bei sich selbst an. Gehen Sie offen mit eigener Krankheit um und zeigen Sie, dass Erholung kein Makel ist. Sprechen Sie das Thema regelmäßig im Team an – nicht erst, wenn jemand niest.

    

5. Was tun, wenn die Führungsetage das Thema ignoriert?

Bleiben Sie beharrlich und faktenorientiert: Hinweise auf steigende Krankheitskosten, sinkende Produktivität oder rechtliche Fürsorgepflicht wirken stärker als moralische Appelle.
Und vernetzen Sie sich – Gesundheitskultur wächst selten von oben, oft aber von innen.

   

Ein gesundes Büro ist kein Zufall, sondern das Ergebnis vieler kleiner, mutiger Entscheidungen.
Sie als Assistenz oder Büromanagerin haben mehr Einfluss, als Sie glauben.
Denn wer Gesundheit sichtbar macht, verändert Kultur.

Oder, um es pointiert zu sagen:
Der wahre Profi weiß, wann Arbeit warten darf – damit das Leben nicht muss.

Viele der hier behandelten Inhalte entstehen aus dem Austausch mit Teilnehmenden der Fachtagungsreihe des Verbands der Sekretärinnen. Sie spiegeln Fragen, Erfahrungen und Entwicklungen aus dem Büroalltag rund um das Thema Gesundheit im Sekretariat wider. 

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